Die vier norddeutschen Regierungschefs betonen, dass Hamburgs Olympiabewerbung nicht nur für die Stadt selbst, sondern für die gesamte Region weitreichende Chancen eröffnet – von gemeinschaftlichem Zusammenhalt bis hin zur wirtschaftlichen Entwicklung. Das Konzept legt Wert auf Nachhaltigkeit und die Nutzung bestehender Sportstätten, was angesichts wachsender gesellschaftlicher und ökologischer Anforderungen besonders im Fokus steht. Während die Geschäftsleute aus der IHK Nord mit Rückenwind anschieben, bleibt die entscheidende Frage: Werden genügend Bürger überzeugt? In den Medien wurde zudem diskutiert, dass Olympia-Bewerbungen in Deutschland zuletzt am Widerstand der Bevölkerung scheiterten – siehe Hamburg 2015, als ein Volksentscheid das Aus besiegelte. Interessant ist aktuell die Diskrepanz zwischen politischem Elan und zögerlicher öffentlicher Zustimmung, wie jüngste Umfragen zeigen. Gerade angesichts der immer lauter werdenden Kritik an gigantomanischen Sportereignissen (Kosten, Umweltschutz, Gentrifizierung etc.) stehen die Bewerberstaaten vor ganz neuen Herausforderungen, was Transparenz und Mitbestimmung angeht.