DBB: Beamte nicht in die gesetzliche Rente einzahlen lassen

Volker Geyer vom Deutschen Beamtenbund spricht sich klar dagegen aus, Beamte künftig in das gesetzliche Rentensystem einzubinden.

heute 11:59 Uhr | 12 mal gelesen

Volker Geyer, Vorsitzender des DBB, hält nichts davon, Beamte in irgendeiner Weise an der gesetzlichen Rentenversicherung zu beteiligen. Im Gespräch mit der 'Frankfurter Rundschau' bringt er es auf den Punkt: Das würde „kein einziges Problem“ der Rente lösen, meint er. Ganz im Gegenteil: Für Staat und Steuerzahler kämen enorme Zusatzkosten auf, die das System unterm Strich nur verschlimmern würden. 'Deshalb Finger weg', so Geyer kurz und knapp. Die Stimmung in der Bevölkerung sieht laut aktueller Yougov-Umfrage allerdings anders aus – eine große Mehrheit spricht sich tatsächlich für mehr Beitragszahler aus. Geyer bleibt skeptisch und erinnert: Ja, kurzfristig könnte das die Kassen entlasten, aber auf lange Sicht entstehen höhere Rentenverpflichtungen; darauf habe schon 2020 eine Rentenkommission hingewiesen. Ein anderer Punkt, den Geyer moniert, sind die sogenannten versicherungsfremden Leistungen, die die Sozialversicherungen zusätzlich belasten. Beispiele? Die Grundrente und die 'Mütterrente' etwa – aus seiner Sicht richtig gedacht, aber sie dürften nicht allein den Beitragszahlern aufgebürdet werden. Würde die Politik diese Praxis ändern, wären die Sozialkassen besser aufgestellt, so seine Überzeugung.

Der Vorschlag, Beamte künftig in die gesetzliche Rentenversicherung einzubinden, stößt bei Volker Geyer, Chef des Deutschen Beamtenbundes, auf deutliche Ablehnung. Er argumentiert, dass dies lediglich langfristige Mehrkosten nach sich ziehen und keine wirkliche Lösung für die bestehenden Rentenprobleme bringen würde. Geyer plädiert stattdessen dafür, versicherungsfremde Leistungen wie Grundrente oder Mütterrente steuerfinanziert zu organisieren, um die Beitragszahlenden zu entlasten. In der aktuellen öffentlichen Debatte spielt das Thema Altersvorsorge eine zentrale Rolle, da sich die demografische Entwicklung in Deutschland zunehmend verschärft. Viele Bürger fordern eine solidarischere Finanzierung, weshalb Vorschläge wie die Integration von Selbstständigen, Abgeordneten oder eben Beamten weiter diskutiert werden. Auch der Koalitionsvertrag der Ampel-Regierung sieht mindestens Diskussionen über die lange geforderte Erwerbstätigenversicherung vor, aber praktisch ist dies laut Experten mit erheblichen strukturellen und finanziellen Hürden verbunden.

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