Auf der IFAT, wo jedes Jahr mehr als 3.000 Aussteller aus über 60 Ländern um Aufmerksamkeit und die besten Ideen ringen, treffen sich diejenigen, die Wassertechnologie tatsächlich voranbringen wollen – nicht nur in der Theorie, sondern im echten, manchmal überraschend bodenständigen Alltag. Für DesertGreener, ein Innovationsunternehmen aus dem Bereich der solarbetriebenen Entsalzungsanlagen, war die Messe ein echtes Scharniermoment. Das Gründerteam um Carl Albrecht Waldstein war nicht gekommen, um zu zeigen, dass ihre Technik grundsätzlich funktioniert – das ist längst belegt –, sondern um herauszufinden, mit wem sie die Entwicklung endlich in die Breite tragen können.
Auffällig war während der Gespräche auf der IFAT, wie viele potenzielle Partner sich tatsächlich für thermische Verfahren, Systemintegration und industrielle Baugruppen interessieren – eine Art Familienzusammenführung der Wassermacher, wenn man so will. Fast am Rande: Die Gespräche, so verriet Waldstein, hätten vor allem mit Unternehmen aus den Bereichen Anlagenbau, Verdampfung, Wärmetauscher und Systemintegration stattgefunden – alles nötig, um nicht bei gut gemeinten Laboraufbauten steckenzubleiben. Übrigens: Der Termindruck sei enorm gewesen. "Der Markt glaubt an uns. Wir müssen ihn jetzt nicht mehr überzeugen – wir müssen liefern."
Die Technologie ist das eine, die Ausrollung das andere – und daran knabbern viele Startups. Aber, so sagt Waldstein, der globale Wasserbedarf sei zu drängend, um lange zu zögern: "Jetzt geht es ums skalieren, ums Bauen auf Industrieniveau." In solchen Momenten merkt man, wie selten es ist, echte Lösungen statt nur Versprechen zu treffen.
Wer es nachprüfen mag oder Fragen hat: DesertGreener GmbH, Kontakt: presse@desertgreener.info, www.desertgreener.io.
DesertGreener hat auf der IFAT in München einen wichtigen Schritt Richtung Marktreife gesetzt: Das Unternehmen führte Gespräche mit potenziellen Partnern aus Anlagenbau, Komponentenfertigung und Thermotechnik, um die solare Meerwasserentsalzung aus der Pilotphase hinweg in die kommerzielle Produktion zu führen. Während weltweit der Bedarf an nachhaltigen Wasserlösungen zunimmt, kommt der Schritt zur Industrialisierung für DesertGreener zum rechten Zeitpunkt – sowohl technologische wie auch Marktbereitschaft scheinen gegeben. Recherchen zeigen, dass neben DesertGreener zahlreiche internationale Player auf der IFAT vertreten waren, die ähnliche Umweltthemen verfolgen; die Messe diente vielen als Sprungbrett für konkrete Kooperationen (vgl. www.faz.net, www.sueddeutsche.de, www.spiegel.de). Dass die Kombination aus Nachhaltigkeit und großtechnischer Umsetzbarkeit zunehmend im Zentrum solcher Messen steht, unterstreichen aktuelle Berichte: Etwa wurde in der Süddeutschen auf die wachsende Bedeutung geschlossener Wasserkreisläufe hingewiesen, in der FAZ kamen Stimmen zu Wort, die vor Engpässen in der Wasserbereitstellung warnen.