Die Digitalisierung berührt inzwischen jede Lebensader – doch wem gehören eigentlich unsere digitalen Spuren? Jahre des Aufbaus auf Social-Media und virtuellen Plattformen sammeln zwar Likes und Reichweite, doch die eigentlichen Besitzansprüche? Fehlanzeige. Das Festival im w3.hub will genau diese Frage ins Zentrum rücken: Welche Infrastruktur brauchen wir, um digitale Kontrolle endlich in die Hände der Nutzer zu legen? Gründerin Vicktoria Klich bezeichnet Blockchain dabei fast als zivilisatorische Antwort auf die Zentralisierung der Techgiganten – das klingt mutig, vielleicht auch ein bisschen pathetisch, aber in Zeiten von Datenhunger und Plattformmonopolen gar nicht so weit hergeholt.
Der Veranstaltungsort selbst spielt bereits seit einigen Jahren die Rolle eines echten Ort-gewordenen Katalysators: Start-ups, Kultur, Tech und internationale Entwicklerteams begegnen sich zwischen Industriebrache und Streetart. Zahlen aus dem German Blockchain Report 2025 unterstreichen dabei den Aufbruch: Drei Viertel aller Venture-Capital-Mittel, die in Deutschland für Blockchain fließen, gehen nach Berlin – die Stadt als Magnet und Pulsgeber.
Auch im Alltag großer Firmen hat die Technologie längst Einzug gehalten. Klassische Kundenbindungsprogramme, digitale Sammelobjekte, Markenerlebnisse im Gaming: Wer meint, Blockchain sei noch immer eine Tüftler-Nische, irrt gewaltig. Sogar Anbieter aus Mode, Finanzen und Sport nutzen längst dezentrale Techniken, um neue Verbindungen zu ihren Zielgruppen zu schaffen.
Das Line-up der Sprecher ist ein Statement für sich: Robby Yung (Animoca Brands) diskutiert, was passiert, wenn KI und Blockchain zusammenspielen. Chloe White (Chainflip Labs, früher OECD) klopft ab, wie Europas Technikszene ihre Eigenständigkeit zwischen KI-Boom und Kryptohype bewahrt. Akin Båmstedt wiederum bringt regulatorische Realität ins Geschehen – was nützt alles Tüfteln, wenn der Rechtsrahmen fehlt?
Fakt ist: Berlin steht am Beginn einer Entwicklung, die das Netz ähnlich umkrempeln könnte wie damals die Dotcom-Welle. Die Ausgangsfrage hat sich verschoben: Nicht mehr „brauchen wir Blockchain?“, sondern nur noch: „Wie setzen wir sie so ein, dass Werte, Verträge und Identitäten den Menschen gehören?“
Mit mehr als 32.000 Entwickler:innen, ungezählten Start‑ups und einer Community, die Kreativität und Tech vereint, scheint Berlin prädestiniert für diese Rolle. Und über die Industriesilos hinweg – von Sport bis Mode, von Entertainment bis Mobilität – geht es um die neue Architektur des digitalen Raums. Da werden nicht nur technische Standards gesetzt, sondern auch gesellschaftliche Leitplanken.
Interessant: Einen großen inhaltlichen Schwerpunkt nimmt dieses Jahr das Zusammenspiel aus Web3 und KI ein. Dezentrale Strukturen, vertrauenswürdige Identitäten, transparente Algorithmen – das alles wird heiß diskutiert, und auch, welche Chancen, Risiken und Kontrolle damit für alle beteiligten Seiten tatsächlich einhergehen.
Das Festival bringt handfeste und technisch anspruchsvolle Formate zusammen: DappCon (eine Entwicklerkonferenz aus dem Ethereum-Umfeld), der internationale Web3 Summit, diverse Workshops und Networking-Treffen. Das Publikum reicht von Tech-Führungspersönlichkeiten bis zu europäischen Institutionen: Alle, die beim nächsten Kapitel der digitalen Öffentlichkeit mitreden (und vielleicht auch mitregieren) wollen.
Die Blockchain-Woche findet vom 15. bis 21. Juni 2026 statt. Mehr Infos: blockchainfestival.berlin.
Pressekontakt: Giuliana Fuchs, Senior PR & Communications Consultant, +49 1514 2177 489, giuliana.fuchs@rckt.com
Das Berliner Blockchain Festival 2026 ist nicht nur ein weiteres Technikevent – es will zum Experimentierfeld werden für Fragen digitaler Selbstbestimmung und Netzhoheit in Zeiten von Web3. Durch eine bislang in Europa einzigartige Vernetzung von Entwicklern, Firmen, Kunst und Politik setzt Berlin Standards für den Umgang mit Blockchain und Künstlicher Intelligenz. Neuere Recherchen zeigen zudem, dass Berlin diese Führungsrolle weiter ausbaut: Laut t3n ist die Stadt aktuell beim Thema KI-getriebene Blockchain-Start-Ups europaweit an der Spitze; die Süddeutsche berichtet, dass Brüssel und Frankfurt mittlerweile gezielt nachziehen und regulatorische Initiativen bis Herbst 2026 auf den Weg bringen wollen. Laut neuen Zahlen von Crypto Valley haben deutsche Bankhäuser begonnen, erste Web3-basierte Dienste für Endverbraucher zu testen. Dadurch rückt das Zusammenspiel von Blockchain & KI nicht nur technisch, sondern auch gesellschaftlich in den Mittelpunkt.