Deutlich mehr Abschiebungen: Deutschland verschärft Migrationspolitik

Die Zahl der Abschiebungen ist in Deutschland zuletzt stark gestiegen. Neue Daten legen einen deutlichen Kurswechsel in der Migrationspolitik nahe.

heute 06:28 Uhr | 3 mal gelesen

Eigentlich wirkt alles wie eine trockene Zahlenspielerei, aber dahinter verbergen sich Schicksale und Kontroversen. Erstmals seit Jahren zogen die Abschiebungen in Deutschland wieder spürbar an. Für das Jahr 2025 wurde laut Bundesinnenministerium ein Höchststand von rund 23.000 Fällen registriert. Das entspricht einem Zuwachs von 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (2024: ca. 20.000 Personen) und fast der Hälfte mehr als 2023. Alexander Dobrindt, seines Zeichens Bundesinnenminister, nennt das einen „Durchbruch hin zu einer ordentlichen Migrationspolitik“. Harte Worte – die einen atmen auf, anderen bleibt dabei die Luft weg. Apropos Einzelfälle: Ein syrischer Mann, der in Baden-Württemberg wegen Drogenvergehen einsaß, wurde vor Kurzem nach Damaskus ausgeflogen – per Linienflug, was fast an eine stille Ironie grenzt. Ist das die neue Linie? Man fragt sich, wie es weitergeht, zwischen politischem Kurs und menschlichen Tragödien.

Deutschland hat 2025 etwa 23.000 Menschen abgeschoben, was einen deutlichen Anstieg gegenüber den Vorjahren darstellt. Die Bundesregierung begründet den Kurs mit dem Ziel, die Kontrolle über Migration zurückzugewinnen; Kritiker bezweifeln allerdings die Wirksamkeit und fordern mehr individuelle Prüfungen statt Pauschalabschiebungen. Auffällig ist, dass seit der Verschärfung der gesetzlichen Regeln verstärkt Straftäter und abgelehnte Asylbewerber im Fokus stehen – laut Medienrecherchen werden jedoch Abschiebungen oft durch mangelnde Kooperation der Herkunftsländer oder logistische Probleme ausgebremst. Auch neuere Berichte verschiedener Nachrichtenseiten bestätigen diesen Trend: Laut einer aktuellen Analyse der FAZ gibt es deutschlandweit wiederholt Proteste gegen Abschiebungen, insbesondere bei gut integrierten Familien und Kindern; ein großer Beitrag der Süddeutschen Zeitung beleuchtet die schwierige Balance zwischen Humanität und Sicherheitsinteressen der Regierung; Krautreporter wiederum hinterfragt an konkreten Beispielen die Folgen für einzelne Betroffene und kritisiert die Symbolpolitik rund um das Thema.

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