Deutsche Inflation im Februar 2026: Leicht gebremstes Preisniveau

Im Februar 2026 scheint das Tempo des Preisanstiegs in Deutschland abzuflauen. Laut aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamts wird die Jahresteuerung vermutlich 1,9 Prozent betragen – ein kleines Stück weniger als noch im Vormonat.

heute 14:25 Uhr | 6 mal gelesen

Kaum hatte man sich an die 2,1 Prozent gewöhnt, scheint die Inflationsrate schon wieder etwas nachzugeben – zumindest, wenn man den vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamts Glauben schenken mag. Im Vergleich zum Januar gingen die Verbraucherpreise nur noch um 0,2 Prozent nach oben. Aber Achtung: Die sogenannte Kerninflation, bei der Nahrungsmittel und Energie außen vor bleiben, hält sich mit geschätzten 2,5 Prozent hartnäckig jenseits des Gesamtwerts. Interessanterweise sind Energiepreise im Februar sogar um 1,9 Prozent niedriger als im Vorjahr. Für’s tägliche Brot – also Lebensmittel – mussten die Leute trotzdem 1,1 Prozent mehr zahlen. Dienstleistungen wiederum werden teurer: plus 3,2 Prozent. Ziemlich unterschiedlich verteilt also, wenn man mal genauer hinsieht. Und ehrlich gesagt, so richtig fühlt sich das noch nicht wie „Entwarnung“ an – auch wenn es statistisch so klingt.

Deutschlands Inflation scheint sich im Februar 2026 abzuschwächen und erreicht mit 1,9 Prozent den niedrigsten Stand seit längerer Zeit. Der überraschend schwache Preisanstieg bei Energie wirkt dämpfend, während Dienstleistungen weiterhin spürbar kostspieliger werden. Kritische Stimmen warnen allerdings davor, diesen Rückgang überzubewerten: Die anhaltend höhere Kerninflationsrate sowie die Unsicherheiten durch geopolitische Konflikte und schwankende Energiepreise könnten dem Trend schnell ein Ende setzen. Laut SZ dürfte die schwächere Inflation vor allem Haushalte mit geringen Einkommen etwas entlasten, während Ökonomen auf die Gefahr eines erneuten Energiepreisschubs aufgrund globaler Krisen hinweisen (Quelle: sueddeutsche.de). Der Spiegel berichtet, dass niedrige Energiepreise teilweise durch wetterbedingte Faktoren beeinflusst sind, was die Planungssicherheit für das restliche Jahr erschwert (Quelle: spiegel.de). Ein Kommentar der FAZ betont, dass die EZB weiterhin vorsichtig bleiben müsse, da sich die Entspannung im Preisauftrieb erst verfestigen müsse – insbesondere bei Löhnen und Dienstleistungen (Quelle: faz.net).

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