Sowohl der Versicherungsgigant Allianz als auch die im Einzelhandel bekannte Schwarz-Gruppe pumpen frisches Kapital in den neu konzipierten "Scaleup Europe"-Fonds. Ziel des Ganzen: Europas Tech-Start-ups sollen künftig auch bei Finanzierungsrunden jenseits der 100-Millionen-Euro-Marke Unterstützung bekommen – was bisher ein echtes Nadelöhr war. Genaueres zur Höhe der Allianz-Beteiligung bleibt allerdings vorerst unter Verschluss. Warum, weiß wahrscheinlich niemand so genau; die Strategie dahinter ist unklar, vielleicht auch schlicht Verhandlungssache. Auch bei der Schwarz-Gruppe hält man sich noch zurück und betont lediglich, ein grundsätzliches Interesse zu haben, tatsächlich zu investieren.
Wichtig ist: Mit diesem Fonds wagt sich die EU erstmals direkt aufs Spielfeld und gibt nicht nur kleine Beträge aus – bis dato lag das Limit bei 30 Millionen Euro. Das neue Vehikel soll mit mindestens fünf Milliarden Euro ausgestattet sein – sofern alles wie geplant läuft. Und wieder mal stellt sich die Frage: Welche Macht haben Europas Großunternehmen eigentlich, das Innovationspotenzial auf dem Kontinent zu heben – oder laufen wir am Ende globalen Investitionstrends doch nur hinterher?
Erstmals setzen europäische Großkonzerne wie Allianz und Schwarz-Gruppe gezielt auf einen umfangreichen EU-Fonds, der über fünf Milliarden Euro schwer sein soll. Dieser Fonds will Tech-Start-ups aus der Europäischen Union nicht mehr nur mit überschaubarem Kapital, sondern mit Großbeträgen von über 100 Millionen Euro unterstützen – gerade in der kritischen Phase des raschen Wachstums. Der Vorstoß soll Europas technologische Unabhängigkeit stärken und mehr internationale Investitionen anziehen.
Laut aktueller Berichterstattung hinkt Europa in Sachen Innovation oft hinterher, auch weil große Summen für die Skalierungsphase fehlten. Der Schritt der beiden deutschen Unternehmen wird allgemein als Hoffnungsschimmer für die Start-up-Szene gewertet. In den vergangenen Tagen wurde zudem vermehrt diskutiert, ob der Fonds tatsächlich ausreichend Mittel und Flexibilität bietet, Start-ups konkurrenzfähig zu machen. Der Umfang und Modus der Beteiligungen von Allianz und Schwarz bleiben dabei noch Thema – sowohl in der Presse als auch in Wirtschaftskreisen.