Schwesig stellt sich gegen Einschränkungen bei Hautkrebs-Früherkennung

Manuela Schwesig, Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, geht hart mit Bundesgesundheitsministerin Nina Warken ins Gericht: Die geplante Reduzierung kostenloser Hautkrebsvorsorge stößt bei Schwesig auf heftige Ablehnung.

18.04.26 21:59 Uhr | 7 mal gelesen

Krebs ist und bleibt ein Schreckgespenst – erst recht, wenn es um die frühzeitige Erkennung geht. Hautkrebsfälle nehmen schon länger zu, da sind sich Fachleute wie Politiker einig. Umso überraschender – oder vielleicht auch verstörend –, dass die Hautkrebsvorsorge als Krankenkassenleistung nun stark beschnitten werden soll. Schwesig, die selbst mit ihrer Brustkrebserkrankung öffentlich umging, bringt es ziemlich deutlich auf den Punkt: Prävention darf kein Luxus sein. Natürlich muss das Gesundheitssystem reformiert werden, niemand will blind steigende Beiträge schlucken. Aber: Ein Kahlschlag bei der Vorsorge wäre ein Eigentor. Und die von Bundesgesundheitsministerin Warken geplante Regelung – Hautkrebs-Screenings künftig nur noch für Risikogruppen – wirkt auf viele wie ein völlig falsches Sparsignal.

Die Debatte um die geplanten Kürzungen bei der gesetzlichen Hautkrebsvorsorge kocht hoch: Während Bundesgesundheitsministerin Nina Warken aufgrund explodierender Kosten im Gesundheitssystem ein restriktiveres Vorgehen fordert, warnt Manuela Schwesig mit persönlichem Bezug vor den gesellschaftlichen Folgen solcher Sparmaßnahmen. Die Kritik entzündet sich vor allem daran, dass das geplante Gesetz Vorsorgeuntersuchungen künftig nur noch bestimmten Risikogruppen zugestehen würde – bisher konnten alle ab 35 Jahren das Screening nutzen. Auffällig: Nicht nur SPD-Politiker melden sich zu Wort, auch aus Ärzteverbänden kommt Protest. --- Aktuelle Recherchen zeigen, dass die Diskussion fortlaufend an Dynamik gewinnt. Experten befürchten, dass eingeschränkte Vorsorge letztlich teurer werden könnte, da spätere Behandlungen aufwändiger sind. Laut einer Analyse der Süddeutschen Zeitung wäre präventives Handeln insgesamt nachhaltiger, als ausschließlich am Beitragssatz zu sparen.

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