Henning Höne fährt mit 85 Prozent der Delegiertenstimmen eines seiner besten Wahlergebnisse bei der NRW-FDP ein und unterstreicht damit seinen Rückhalt innerhalb des Landesverbands. Der Parteitag in Duisburg markierte zudem personelle Kontinuität bei den stellvertretenden Vorsitzenden und dem Generalsekretär, während mit Alexander Steffen auch eine neue Personalie im engeren Führungskreis auftaucht. Das hohe Votum stärkt Hönes Position auf dem anstehenden Bundesparteitag, wo er gegen den langjährigen Vize-Chef Wolfgang Kubicki antreten will, der als streitbarer und meinungsstarker Kontrahent gilt. Die NRW-FDP demonstrierte damit Geschlossenheit, obwohl in den letzten Monaten die Partei bundesweit unter Druck stand und in Umfragen zu kämpfen hatte. Der Anspruch, Nordrhein-Westfalen wirtschaftlich neuen Schwung zu geben und "gegen den fetten Staat" zu kämpfen, zieht sich weiterhin als Kernmotiv durch Hönes Kurs – auffällig ist, wie er klassische liberale Themen neu akzentuiert. Überregional kommentieren Beobachter, dass die FDP aktuell mehr denn je auf markante Persönlichkeiten angewiesen ist, die dem Image und der Erzählung der Partei frische Impulse verschaffen. Höne sagt von sich selbst, er wolle "das Comeback führen", womit nicht nur NRW gemeint sein dürfte, sondern die gesamte FDP auf Bundesebene – in Zeiten, in denen liberale Parteien europaweit unter Druck geraten.
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