Veronika Grimm warnt: Entlastungspläne der Regierung gehen am Problem vorbei

Die Wirtschaftsweise und Beraterin Veronika Grimm kritisiert die aktuellen Entlastungsmaßnahmen für Autofahrer scharf. Ihr Vorwurf: Statt gezielt zu helfen, sorge die Politik für den falschen Anreiz in Zeiten der Energiekrise.

heute 00:03 Uhr | 1 mal gelesen

Die Lage bleibt angespannt – und doch, eine echte Wende ist nicht in Sicht. Während überall Öl und Gas knapper werden, die Unsicherheit zunimmt und Produktionsstätten teils zerstört sind, schlägt die Regierung ausgerechnet den Weg über pauschale Steuersenkungen ein. "Das führt dazu, dass fossile Energieträger künstlich günstiger bleiben und die Nachfrage unnötig hochgehalten wird", bemerkt Grimm in der Rheinischen Post. Ihr zufolge fehlt der Politik dabei schlicht das richtige Gespür für die Dringlichkeit der Lage. Die Entlastungen, die jetzt angeboten werden, greifen laut Grimm viel zu breit und verfehlen die eigentlichen Bedürfnisse. Insbesondere Menschen mit höheren Gehältern könnten die Zusatzkosten selbst schultern – hier wäre eine gezieltere Unterstützung angebracht, gerade auch angesichts der ohnehin strapazierten Staatsfinanzen. Grimm empfiehlt, bereits früher diskutierte Maßnahmen wie die Senkung der Stromsteuer endlich umzusetzen und aufgeschobene Strukturreformen entschieden anzugehen. Ihre Sorge: Mit politischer Hektik verliert sich Deutschland immer tiefer im Krisenmodus, statt langfristig zukunftsfähig zu werden. Und manchmal fragt man sich ja schon, ob nicht manchmal einfach jemand eine To-Do-Liste für die Politik schreiben sollte – wenigstens so als groben Fahrplan.

Veronika Grimm wirft der Bundesregierung vor, mit den aktuellen Entlastungsmaßnahmen für Autofahrer die Dringlichkeit der Energiekrise zu unterschätzen. Sie kritisiert, dass pauschale Steuersenkungen fossile Energie unnötig attraktiv halten, statt durch gezieltere Hilfen und konkrete Reformen den Verbrauch zu senken und nachhaltige Lösungen voranzutreiben. Ergänzend zeigt ein Blick auf die aktuelle Debatte in Deutschland, dass zahlreiche Wirtschafts- und Umweltvertreter in den letzten Tagen ebenfalls eine stärkere Fokussierung auf Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit fordern; außerdem bezieht sich Grimm ausdrücklich auf die weiterhin drängenden Probleme der unterlassenen Strukturreformen – dies spiegelt sich etwa auch in aktuellen Analysen zur Energiepolitik wider, die das Risiko wachsender sozialer Ungleichheit sowie drohender Verwerfungen am Arbeitsmarkt betonen.

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