Die DIHK sieht trotz der aktuellen Waffenruhe in der Nahost-Region kaum Entlastung für die deutsche Wirtschaft. Insbesondere Störungen in den globalen Logistikketten und die fragile Energieversorgung treiben Kosten und Unsicherheit weiter in die Höhe. Die Industrie fordert von der Bundesregierung anhaltende Unterstützung und verlangt dringend nach strukturellen Reformen – pragmatische Einzelmaßnahmen reichen längst nicht mehr aus. Die Strompreise für deutsche Unternehmen sind nach wie vor im internationalen Vergleich extrem hoch, was die Konkurrenzfähigkeit untergräbt. Dazu verschärfen anhaltende Lieferprobleme – beispielsweise bei wichtigen Rohstoffen und Vorprodukten – sowie die ungeklärte Frage langfristiger Energiesicherheit das Problem. Verschiedene aktuelle Stimmen aus Wirtschaft und Forschung, etwa das Institut der Deutschen Wirtschaft, warnen vor einer schleppenden Erholung; viele Unternehmen engagieren sich bereits in neuen Liefernetzwerken und setzen auf alternative Transportwege. Bei manchen Firmen wächst die Sorge vor De-Industrialisierungstendenzen, wie sich in mehreren Leserkommentaren großer Nachrichtenportale widerspiegelt.
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