Reiche: Gasversorgung für den Winter sieht stabil aus

Katherina Reiche (CDU), amtierende Bundeswirtschaftsministerin, äußert sich optimistisch zur Gasversorgungslage in Deutschland für den kommenden Winter. Nach ihren Aussagen wird es voraussichtlich keine Engpässe geben – die aktuellen Speicherstände sprächen für sich.

heute 00:03 Uhr | 4 mal gelesen

Der nächste Winter könne kommen, sagt Reiche. Laut ihren Angaben laufen die Gasspeicher-Füllungen ganz regulär über den Markt, und etwa 70 Prozent der Kapazidades sind schon vorreserviert – so zumindest die offiziellen Zahlen. Trotz historisch niedriger Speicherstände momentan (etwa 23 Prozent zu Wochenbeginn, also deutlich unter dem Durchschnitt), bleibt Reiche entspannt: Die Lieferanten seien breit gestreut, weswegen die Speicher bis zum Winter vermutlich ordentlich gefüllt sein werden. Die Sorge, dass Blockaden – wie derzeit rund um die Straße von Hormus im Persischen Golf – unsere Versorgung gefährden könnten, sei zwar nicht ganz von der Hand zu weisen, aber aus ihrer Sicht kein dringender Grund zur Panik. Im Wirtschaftsministerium wird gerade diskutiert, wie in echten Krisenfällen reagiert werden könnte. 'Was wir nicht brauchen', so Reiche, 'ist, dass normale Marktbewegungen und echte Kriseninstrumente durcheinandergeraten, etwa im Falle von Sabotage oder ähnlichem.' Ganz überzeugt wirkt sie zwar nicht immer, aber als Krisenmanagerin hat sie offenbar einen Plan in der Hinterhand.

Der aktuelle Befüllungsstand der deutschen Erdgasspeicher ist mit etwa 23 Prozent zwar niedrig, doch Bundeswirtschaftsministerin Reiche wiegelt ab: Für den Winter sieht sie keine ernsthafte Gefahr für die Gasversorgung. Die Diversifizierung der Zulieferer soll das Risiko von Ausfällen minimieren – Selbst Blockaden auf Routen wie der Straße von Hormus beschäftigten die Behörde, aber bereiten ihr derzeit keinen größeren Kummer. Gleichzeitig arbeitet das Ministerium im Hintergrund an Krisenmechanismen für den Ernstfall, wobei darauf geachtet wird, reguläre Marktlagen nicht mit echten Krisensituationen zu verwechseln. Laut Recherche melden internationale und deutsche Medien derzeit weiterhin gut gefüllte Speicherstände im europäischen Vergleich; Engpässe werden kurzfristig nicht erwartet. Unabhängige Marktanalysen aus den letzten zwei Tagen zeigen eine erhöhte Nachfrage nach Flüssigerdgasimporten (LNG), die Deutschlands Abhängigkeit von einzelnen Lieferländern verringern. Dennoch weisen Branchenexperten darauf hin, dass politische Risiken und extreme Wetterereignisse, wie etwa ein sehr kalter Februar, unvorhergesehene Schwankungen verursachen könnten.

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