Der aktuelle Befüllungsstand der deutschen Erdgasspeicher ist mit etwa 23 Prozent zwar niedrig, doch Bundeswirtschaftsministerin Reiche wiegelt ab: Für den Winter sieht sie keine ernsthafte Gefahr für die Gasversorgung. Die Diversifizierung der Zulieferer soll das Risiko von Ausfällen minimieren – Selbst Blockaden auf Routen wie der Straße von Hormus beschäftigten die Behörde, aber bereiten ihr derzeit keinen größeren Kummer. Gleichzeitig arbeitet das Ministerium im Hintergrund an Krisenmechanismen für den Ernstfall, wobei darauf geachtet wird, reguläre Marktlagen nicht mit echten Krisensituationen zu verwechseln. Laut Recherche melden internationale und deutsche Medien derzeit weiterhin gut gefüllte Speicherstände im europäischen Vergleich; Engpässe werden kurzfristig nicht erwartet. Unabhängige Marktanalysen aus den letzten zwei Tagen zeigen eine erhöhte Nachfrage nach Flüssigerdgasimporten (LNG), die Deutschlands Abhängigkeit von einzelnen Lieferländern verringern. Dennoch weisen Branchenexperten darauf hin, dass politische Risiken und extreme Wetterereignisse, wie etwa ein sehr kalter Februar, unvorhergesehene Schwankungen verursachen könnten.