Peter Adrian, Chef der Deutschen Industrie- und Handelskammer, spart nicht mit klaren Worten: Europa droht ins weltwirtschaftliche Hintertreffen zu geraten – und das im Wettlauf, in dem Innovation und Investitionen das Tempo vorgeben. Die Unternehmen, so Adrian, seien am Limit – schwankend zwischen dem zähen Dickicht aus Regularien, schwerfälligen Vorschriften und ständig steigenden Energiepreisen. Es reicht nicht, dass die EU-Kommission das Problem erkannt hat; schöne Papiere und strategische Kompasse allein helfen niemandem, wenn sie im Firmenalltag folgenlos bleiben. Statt immer neuer Vorschriften fordert Adrian substanzielle Erleichterungen: weniger Papierkram, ein zugänglicherer Binnenmarkt, eine moderne Steuerpolitik und ein EU-Budget, das Innovationsgeist nicht nur predigt, sondern auch finanziert. In turbulenten Zeiten müsse Europa verhindern, dass Investoren anderswo bessere Bedingungen finden. Und noch etwas: Neue Handelsbarrieren oder Abschottungs-Tendenzen seien jetzt das falsche Signal. Es gehe um Freiheit für Unternehmen, um Wachstum und die Fähigkeit, Risiken besser zu verteilen – sprich: nicht alles auf eine Karte setzen, sondern internationale Partnerschaften und faire Handelsabkommen nach vorne treiben. Und die Zeit drängt, denn schon am Donnerstag kommt die europäische Polit-Elite zusammen, um Wege aus der derzeitigen Wachstumssackgasse zu finden. Ob der Weckruf von Adrian etwas bewegt? Vielleicht.
Der Präsident der DIHK, Peter Adrian, hat die aktuelle Wettbewerbsfähigkeit der EU scharf kritisiert und plädiert für rasche, tiefgreifende Reformen. Neben dem Abbau von bürokratischen Hürden und hohen Energiekosten fordert er gezielte Maßnahmen zur Steuervereinfachung, zur Vereinheitlichung des Binnenmarktes und zur Stärkung der Innovationskraft. Die Bedeutung dieser Debatte wird auch durch jüngste Berichte anderer Medien unterstrichen: Die 'Süddeutsche Zeitung' beleuchtet, dass zahlreiche EU-Mitgliedstaaten unter den steigenden Energiepreisen und bürokratischen Belastungen leiden, was Investitionen ins Stocken bringt. 'Der Spiegel' weist darauf hin, dass internationale Wettbewerber wie China und die USA Milliarden in grüne Technologien stecken und Europa Gefahr läuft, den Anschluss zu verlieren. Die 'FAZ' betont, dass Unternehmen der EU mehr Agilität und eine mutigere Digitalpolitik fordern, während viele Betriebe mit der langsamen Umsetzung europäischer Förderprogramme hadern. Während der heutige Gipfel kurzfristige Weichen stellen kann, bleibt umstritten, ob die Staats- und Regierungschefs den Forderungen wirklich Taten folgen lassen werden.