Wer zurzeit tanken muss, dem entgehen Veränderungen beim Preis kaum: Super E10 hat im bundesweiten Mittel um 0,6 Cent zugelegt und liegt jetzt bei 1,754 Euro je Liter – kein Selbstläufer für Sparfüchse. Diesel hingegen gibt sich widerspenstig und ist um 0,5 Cent günstiger geworden: 1,716 Euro stehen hier auf der Preisanzeige. Bemerkenswert dabei ist, dass die Preisschere zwischen beiden Kraftstoffarten sich einen kleinen Spalt weiter öffnet – wenn auch auf nach wie vor einem insgesamt recht hohen Level. Vergleicht man, so sind auf Diesel immer noch etwa 20 Cent weniger Steuern fällig als auf Benzin, aber der echte Unterschied an der Zapfsäule beträgt nur knapp vier Cent – da ist noch viel Luft nach unten, was Diesel angeht. Wie schnell sich Brent-Öl verteuert hat, ist übrigens auch bemerkenswert: Ein Sprung um zwei Dollar auf jetzt über 69 US-Dollar pro Barrel, das beeinflusst die Spritpreise zusätzlich – ein ständiges Auf und Ab zwischen Rohölpreisen, Währungskursen und Steuern. Immerhin: Der Euro hat sich im Vergleich zum Dollar ein kleines Stück erholt und kostet jetzt etwa 1,19 Dollar. Das dämpft die Wirkung des teureren Rohöls ein bisschen, doch Wunder kann man sich davon kaum erwarten. Übrigens, ein kleiner Spartipp vom ADAC: Wer abends tankt, spart nach wie vor ordentlich – im Schnitt bis zu 13 Cent pro Liter gegenüber morgens. Eine solide Auskunft über Tagespreise gibt etwa die App "ADAC Drive" – sie hat Zugriff auf zigtausend Tankstellen bundesweit. Für detailverliebte Preisbeobachter und Fans von Statistiken ist die Seite www.adac.de/tanken allemal einen Blick wert.
Benzinpreise steigen bundesweit weiterhin, während Diesel leicht günstiger, aber trotzdem teurer als erwartet bleibt – trotz steuerlicher Vorteile für Dieselkraftstoff. Verantwortlich für die Preisdynamik sind nicht nur weltweite Öl- und Währungsmärkte, sondern auch die relativ geringe Preisdifferenz zwischen den Kraftstoffsorten, die Fachleute als ausbaufähig ansehen. Laut Branchendiensten ist der aktuelle Unterschied zwischen Benzin und Diesel im historischen Kontext immer noch ungewöhnlich klein, was u.a. auf eine starke Nachfrage und die CO2-Bepreisung zurückgeführt wird. Wer die Preisentwicklung genauer verfolgt, bemerkt, dass auch kurzfristige Faktoren wie Streiks und saisonale Wartungen in Raffinerien Preissprünge verursachen – so berichtet etwa die Süddeutsche Zeitung aktuell von Lieferengpässen bei einigen Tankstellen wegen Arbeitskämpfen in Frankreich (z. B. Quelle: Süddeutsche Zeitung). Ein weiterer Überblick bei der taz weist darauf hin, dass die hohen Kraftstoffpreise in Deutschland insbesondere Pendler und Geringverdienende unter Druck setzen und politische Diskussionen über kurzfristige Entlastungen neu entfachen (Quelle: taz). Die Frankfurter Allgemeine Zeitung beleuchtet ergänzend den Einfluss von geopolitischen Verwerfungen wie den Unruhen im Nahen Osten auf die Ölpreise, die sich unweigerlich auch in Deutschland bemerkbar machen (Quelle: FAZ).