Mosaike sind viel mehr als hübsche Zierde aus vergangenen Tagen – sie erzählen Geschichten, verknüpfen Lebenswelten und öffnen Fenster in längst vergangene Zeiten. Genau diesem Gedanken widmet sich das jüngst eröffnete Mosaikmuseum im Istanbuler Bezirk Zeytinburnu, das man ehrlich gesagt wohl eher zufällig finden würde. Das Besonder: Das Museum entstand im historisch aufgeladenen Gebäude eines alten osmanischen Militärspitals, heute bekannt als Kazlıçeşme Arts Centre. Während Restaurierungsarbeiten stießen Archäologen 2015 unter dem Boden auf verborgene Schätze, darunter eine überraschend große Mosaikfläche sowie ein Marmorsarkophag mit zwei Bestatteten. Besonders reizvoll: Hier sind die antiken Mosaikfußböden genau dort ausgestellt, wo sie Jahrhunderte überdauerten – Besucher schreiten regelrecht über die Geschichte hinweg, geschützt durch Glasplatten. Die Hauptattraktion sind Mosaike aus dem 4. bis 5. Jahrhundert nach Christus: Geometrische Formen, Sterne, verspielte Pflanzenornamente, gefertigt in der kunstvollen 'Opus tessellatum'-Technik. Sie gehörten einst vermutlich zu einer römischen Villa, was ziemlich beeindruckend ist – mitten im heutigen Istanbul, abseits der ausgetretenen Touristenpfade. Damit aber nicht genug: Neben Münzen, Keramikgefäßen und einem Ziegelgrab sorgen auch der Marmorsarkophag und die gefundenen Skelette für einen Gänsehautmoment. So wird die Geschichte an diesem Ort fast beiläufig, aber umso eindrücklicher zum Leben erweckt. Kleiner Tipp: Wer das Museum besuchen will, sollte dienstags bis sonntags zwischen 10 und 18 Uhr vorbeischauen. Montags bleibt das Haus geschlossen. Und: Eindrücke zum Durchblättern gibt es hier (Foto-Link: https://docs.tga.gov.tr/z3gfm2o8).
Das Mosaikmuseum im Istanbuler Stadtteil Zeytinburnu zeigt eindrucksvoll erhaltene Bodenmosaike aus der Spätantike, die bei Restaurierungsarbeiten eines osmanischen Militärhospitals entdeckt wurden. Besucher können über Glasplatten hinweg originale Mosaikflächen bestaunen, die einst Teil einer römischen Villa waren, und erhalten durch begleitende Funde wie den Marmorsarkophag und zahlreiche Alltagsgegenstände tiefe Einblicke in das Leben und die Bestattungskultur vergangener Jahrhunderte. Neben dem künstlerischen und archäologischen Wert dient das Museum auch als lebendiges Beispiel für den respektvollen Umgang mit kulturellem Erbe im urbanen Raum, was besonders im Kontext der dynamischen Stadtentwicklung Istanbuls auffällt. Recherchen zeigen, dass die mediale Aufmerksamkeit für Zeytinburnu wächst; Hintergrundberichte unterstreichen die Bedeutung solcher Fundorte für Identität und Erinnerung der Stadt. (Auch die Einbindung lokaler Initiativen und die Sensibilisierung für das archäologische Kulturerbe werden zunehmend thematisiert.)