DIW-Chef Fratzscher mahnt Unternehmer: Abstand zur AfD halten!

Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, warnt Unternehmer eindringlich davor, der AfD zu nahe zu kommen – wirtschaftliche und gesellschaftliche Risiken inklusive.

04.04.26 11:15 Uhr | 65 mal gelesen

Manchmal sind es gerade die kleinen Sätze, die bleiben: "Unternehmer sollten der AfD aus gutem Grund fernbleiben," betont Marcel Fratzscher. Aus seiner Sicht bedroht die Partei nicht nur demokratische Grundfesten, sondern stellt durch ihre Wirtschaftspolitik auch den Wohlstand und Zusammenhalt in Deutschland auf die Probe. Offenheit und Verlässlichkeit sieht Fratzscher als Schlüssel für eine erfolgreiche Wirtschaft – doch genau das werde laut ihm von der AfD durch Isolation und populistische Parolen ausgehöhlt. Unternehmer, so sein Appell, sollten den Blick weiten: Nicht kurzfristige Gewinne, sondern eine klare Haltung gegen Intoleranz und Autoritarismus seien gefragt – gerade jetzt, wo demokratische Werte unter Druck geraten.
Ebenso hat Knut Bergmann vom Institut der deutschen Wirtschaft beobachtet, dass Unzufriedenheit und Frust bei manchen Firmenchefs Wurzeln schlagen. "Der Frust ist gewaltig", gibt er zu – viele erleben politische Untätigkeit. Trotzdem sieht er die AfD-Unterstützung in Unternehmerkreisen nicht als Massenphänomen: "Das bleibt randständig." Richtig kritischer wird es aus seiner Sicht nur, falls die AfD Regierungsverantwortung übernimmt oder deren Ideen in anderen Parteien auf breite Zustimmung stoßen.
Für Unternehmen, die Distanz halten wollen: Bergmann empfiehlt, den Dialog mit Beschäftigten ehrlich zu führen – nicht drohen, sondern aufklären. Sachlich, ruhig und ohne Moralfinger – so könne man Fremdeln mit extremen Positionen am besten begegnen.

Marcel Fratzscher stellt klar: Zu große Nähe zur AfD ist für Unternehmen aus wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Gründen riskant. Er spricht sich für standhafte wirtschaftliche Verantwortung aus, gerade in unruhigen Zeiten der Demokratie. Knut Bergmann sieht zwar viele frustrierte Stimmen in der Wirtschaft angesichts ausbleibender Reformen, erkennt aber keine breite Bewegung pro AfD – entscheidend sei, dass Unternehmen Ängsten mit Argumenten und echter Diskussion begegnen und nicht mit Zeigefinger oder Panikmache. Neue Details aus der Recherche: Die Debatte über den Einfluss rechtspopulistischer Strömungen auf die deutsche Wirtschaft hat in den letzten Tagen in mehreren großen Medien fortgelebt. Laut mehreren Wirtschaftsführern steigt der Druck auf Unternehmen, Haltung zu zeigen, etwa durch die öffentliche Unterstützung demokratischer Initiativen oder die Ablehnung radikaler Positionen bei Betriebsversammlungen. Diskutiert werden außerdem die Risiken einer internationalen Isolation, sollte die AfD an Einfluss gewinnen, insbesondere für exportorientierte Branchen.

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