Dorothee Bär, ihres Zeichens Bundesforschungsministerin der CSU, betrachtet die jüngste Enzyklika von Papst Leo XIV. zur Künstlichen Intelligenz mit gemischten Gefühlen. Ja, inspirierend sei es, dass der Papst überhaupt Gegenwart und Zukunft ins Blickfeld nehme – solche Brücken zwischen Tradition und Innovation sind selten. Ihren Worten nach würde sie, im Unterschied zur päpstlichen Mahnung, jedoch kräftiger auf die Chancen setzen – und nicht so sehr auf die Risiken. Besonders im Bereich Gesundheit sei KI eine Art Hoffnungsträgerin: Früherkennung, neue Medikamente, all das könne sprichwörtlich Leben retten. Auffällig ehrlich gibt sie zu: 'Klar, wir wissen heute noch gar nicht, was alles auf uns zukommt.' Trotzdem hält sie daran fest, dass der berühmte Satz aus der Enzyklika – „KI soll dem Menschen dienen, nicht umgekehrt“ – genau den richtigen Ton trifft. Andererseits ruft der Papst zu mehr Regulation und Wachsamkeit gegenüber großen Tech-Konzernen auf. Und wie steht Bär dazu? Sie gibt zu, dass die Regeln ständig überarbeitet werden müssten, weil KI eben so wunderbar, aber auch unberechenbar sei. Ängste vor Arbeitsplatzverlust will sie den Leuten nicht machen: Die Arbeitswelt war noch nie statisch, neue Technik schafft auch neue Berufe – vorausgesetzt, man bleibt beweglich und sucht, was Freude macht. Was sie noch anspricht: Altersgrenzen für Medien seien wichtig, aber Eltern müssten das auch durchsetzen. Und dann mischt sie noch ein anderes Thema ein – Energieeffizienz. Zukunftssichere KI soll mit weniger Strom auskommen, und speziell auf die Kernfusion setzt sie große Hoffnungen. Drei Forschungshubs für Laser- und Magnetfusion sowie Materialforschung habe sie auf den Weg gebracht. Laut Bär könnten wir in den 2040er-Jahren das erste kommerzielle Fusionskraftwerk sehen – ambitioniert? Vielleicht, aber irgendjemand muss ja vorauseilen.
Dorothee Bär nimmt die KI-Enzyklika des Papstes zum Anlass, für ein stärkeres Vertrauen in technologische Innovationen zu werben – jedoch ohne die ethischen Bedenken zu ignorieren. Sie sieht KI vor allem als Chance – gerade bei der Gesundheitsversorgung – und plädiert dafür, den Wandel positiv zu betrachten, ohne Risiken zu unterschätzen. In aktuellen Debatten finden sich ähnliche Gedanken: Auch europäische Politik und Ethikinitiativen setzen zunehmend auf einen ausgewogenen Ansatz zwischen Regulierung, Innovation und gesellschaftlichem Dialog über KI. In den letzten Tagen wurde intensiv diskutiert, wie KI verantwortungsvoll in Bildung, Arbeit und Demokratie integriert werden kann, wobei zahlreiche Stimmen mehr aktive Gestaltung und offene Debatte fordern.