Dreh und Trink vor Engpass? Hersteller warnt vor gravierenden Folgen

Gutenstein – Die Produktion von „Dreh und Trink“ steht auf der Kippe: Die Firma Klosterquell Hofer GmbH berichtet über massive Schwierigkeiten bei der Beschaffung zentraler Verpackungsmaterialien – ausgelöst durch die geopolitischen Spannungen rund um die Straße von Hormus.

heute 11:45 Uhr | 3 mal gelesen

Eigentlich klingt es nach einem etwas banalen Alltagsproblem – leere Regale im Supermarkt wegen Verpackungsmangel? Doch ganz so simpel ist es nicht. Die Schließung einer der wichtigsten Handelswege der Welt droht eine Kette von Problemen auszulösen, die bei den Produktionshallen der Klosterquell Hofer GmbH in Niederösterreich bereits laut hörbar nachhallen.

"Die Sicherheit der Versorgung mit LDPE – also jenem Plastik, aus dem unsere bekannten Trinkbeutel gefertigt werden – ist akut bedroht," gibt Kurt Hofer, Geschäftsführer, offen zu. Was bislang selbstverständlich war, droht nun zu kippen: Die Preise für das nötige Polyethylen sind in den letzten Wochen in atemberaubendem Tempo nach oben geschossen. Das ist, so Hofer, sogar noch einschneidender als die Corona-Zeit.

Doppelte Rohstoffkosten, doppelte Kopfschmerzen

Während im Firmenbüro noch vereinzelt die Zuversicht dominiert, wachsen Sorge und Unruhe. Die Preise für das Schlüsselmaterial Polyethylen – nötig für die ikonischen Beutel – haben sich binnen kurzer Zeit fast verdoppelt. Das reißt Löcher in jede Planung, lässt Budgets im Takt schwinden.

Stabile Lieferungen: Noch.

Aktuell rollen die Flaschen noch vom Band, doch für die kommenden Monate malt sich das Unternehmen ein kritisches Bild aus. Sollte die Rohstoffblockade anhalten, könnte es tatsächlich zu Lieferengpässen kommen – insbesondere im Sommer, wenn Durst und Nachfrage gleichermaßen steigen.

Hilfe dringend gesucht, Verantwortung auch bei der Politik

Die Forderungen sind klar und im Tonfall durchaus dringlich: Die Politik – sowohl national als auch international – müsse sich ins Zeug legen, um Versorgungssicherheit herzustellen und diplomatische Entspannung im Nahen Osten herbeizuführen.

Wer ist Klosterquell Hofer überhaupt?

Das Familienunternehmen mit Sitz im niederösterreichischen Gutenstein produziert seit über einem halben Jahrhundert „Dreh und Trink“. Mittlerweile ist das quietschbunte Kindergetränk, das in mehr als 30 Ländern getrunken wird, eigentlich aus den Regalen kaum wegzudenken.

Pressekontakt:
Klosterquell Hofer GmbH
Jonas Smietana
Telefon: +43 664 7556 3553
E-Mail: Jonas.smietana@klosterquell.com

Original-Info: Klosterquell Hofer GmbH (news aktuell)

Aktuell steht die Produktion von „Dreh und Trink“ durch massive Lieferschwierigkeiten beim Rohstoff Polyethylen (LDPE) auf der Kippe. Ursache sind Engpässe im internationalen Handel infolge der angespannten Situation in der Straße von Hormus, was zu drastischen Kostensteigerungen und Versorgungsunsicherheit führt. Die betroffene Klosterquell Hofer GmbH warnt konkret vor Lieferausfällen im Sommer und ruft die Politik dazu auf, sich stärker für die Stabilisierung der globalen Lieferketten einzusetzen. Weitere Recherchen zeigen: Die Handelsroute an der Straße von Hormus ist wegen der aktuellen Lage, die teils durch Konflikte im Nahen Osten verschärft wird, für viele Produzenten weltweit ein extrem sensibler Punkt. Auch Unternehmen anderer Branchen – von Lebensmitteln bis Chemie – melden Engpässe und Preisanstiege, ein Trend, der den gesamten europäischen Markt betrifft. Eine Besserung in den nächsten Wochen ist nicht absehbar; Experten fordern Strategien zur Diversifizierung der Lieferketten und zur lokalen Produktion wichtiger Vorprodukte, um künftige Krisen abzufedern.

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