Ehrlich gesagt dachte ich beim ersten Lesen: 'Wieder eine weitere Sozial-Doku?' Aber die Herangehensweise überrascht. Im Mittelpunkt stehen vier Jugendliche – allesamt zwischen 15 und 18 Jahre jung – die sich viel Herzklopfen und ein bisschen Idealismus gemeinsam durchs Wasser kämpfen. Die Serie ist kurzweilig gehalten, kleine Episoden, die von Rettungssport, Schwimmkursen, Küsteneinsätzen und vor allem vom Miteinander erzählen. Da sind Wettbewerbe, das Streifen der orangenen Schwimmweste, aber auch der ganz normale Kram: Lachen, Scheitern, auch mal genervt sein.
Aylin Piontek, Chefin der DLRG-Jugend, bringt es irgendwo ganz gut auf den Punkt: Es geht eben nicht nur ums Retten – sondern um die Leute. Um Freundschaften und Selbstvertrauen. Ab 3. Juni gibt es bis 8. Juli jeden Montag eine Doppelfolge im KiKA; die ARD-Mediathek und kika.de ziehen nach und stellen weitere Episoden jeweils zu den offiziellen Startterminen online.
Junge Mitglieder sind das Rückgrat – besonders bei den sogenannten Jugend-Einsatz-Teams (JETs), die mittlerweile auf stattliche 8.900 Aktive angewachsen sind. Kleiner Rekord am Rande: 2025 haben erstmals über 10.000 Kinder das Juniorretter-Abzeichen gemacht – ein Meilenstein für einen Verband, der sich ohne den unermüdlichen Nachwuchs vermutlich schwer tun würde, wortwörtlich über Wasser zu bleiben. Die DLRG-Jugend setzt dabei bewusst nicht nur auf Schwimmstunden, sondern auch auf Persönlichkeitsentwicklung. Und ja, man kann sogar sagen: Wer will, findet hier nicht nur ein Ehrenamt, sondern fast schon eine kleine zweite Familie.
Die neue Doku-Serie '#ehrensache – Die DLRG-Jugend' macht das Engagement junger Rettungsschwimmer*innen sichtbar und bringt ihren Alltag und ihre Herausforderungen ins Fernsehen, ohne sich in Stereotypen zu verlieren. Neben Schwimmen und Retten stehen Freundschaft, Zusammenhalt und Selbstentwicklung im Mittelpunkt – Themen, die auch in aktuellen Diskursen um Jugendbeteiligung, Ehrenamt und Nachwuchsförderung an Bedeutung gewinnen. Recherchen bei Medien bestätigen, dass die DLRG und insbesondere ihr Jugendbereich bundesweit eine wichtige Rolle in der Schwimmausbildung und in Präventionsarbeit gegen Badeunfälle übernehmen; zudem werden vermehrte Bemühungen um Sichtbarmachung junger Freiwilliger, etwa durch Kampagnen wie #ehrensache, von gesellschaftlichen Akteuren begrüßt. Die Herausforderungen – wachsende Nachfrage nach Schwimmkursen, aber auch Fachkräftemangel im Ehrenamt – werden in aktuellen Artikeln breit diskutiert, wobei auch neue Kooperationen mit Schulen oder digitalen Bildungsangeboten in den Vordergrund rücken.