Wer hätte gedacht, dass die 90er noch mal so vehement an unsere Tür klopfen? Irgendwie ist das Jahrzehnt plötzlich überall: in Mode, auf Twitch-Partys und im Soundtrack unserer Supermärkte. Besonders spannend – und ehrlich gesagt auch ein bisschen wild – wird es, wenn sich ein alter Bekannter zurückmeldet: Bruce Lacy, die Stimme und das Gesicht hinter Captain Jack. Der Mann mit der Mütze und diesen harschen Kommandos ist jetzt als Euro Jack unterwegs, steht für die neue Eurojackpot-Kampagne vor der Kamera und am Mikro. Ganz ehrlich: Das hätte ich so nicht kommen sehen. Die Songs von damals haben einen eigenen Nachhall: Lebensfreude, ein wenig Krawall, dieses grenzenlose „Alles-geht!“-Gefühl, das vielleicht nur Menschen verstehen, die in einer Zeit ohne Smartphones groß wurden. Lacy sagt selbst: "Die 90er waren eine Ära der offenen Möglichkeiten." Kann ich nachvollziehen, zumindest so halb, weil auch heute noch manchmal dieses Funkeln aufblitzt – oft bei Leuten, die ihre Träume nicht ganz aufgeben wollen. Und genauso – mit Optimismus und einer Prise Wahnsinn – bewirbt Lacy als Euro Jack jetzt das Motto von Eurojackpot. Nicht als nostalgische Rückblende, sondern wirklich, um den Mut rauszukitzeln, einfach mal loszulegen. Apropos Riskieren: Lacy erzählt fast nebenbei, dass er selbst mit Manager Udo regelmäßig einen Lottoschein ausfüllt, wenn der Jackpot so richtig knallt. Teilen, so das Versprechen. Warum nicht? Ist irgendwie sympathisch und auch angenehm bodenständig. Es geht im Spot mit der Zeile "Verrückt viel Geld" nicht einfach ums Abkassieren – mehr um einen Überraschungsmoment, um einmal die Welt mit anderen Augen zu sehen, während neben dir vielleicht ein diamantbesetzter Jetski-Schwan durchs Wasser rauscht (ein Bild, das ich nie wieder ganz loswerde!). "Wenn du nicht spielst, gewinnst du nie", sagt Lacy trocken. Das klingt nach ausgelutschtem Motivationsspruch, ist aber trotzdem wahr. Und irgendwo bleibt das der Kern aus den 90ern: die Bereitschaft, auf das Unerwartete zu setzen. Tatsächlich kann man dienstags und freitags beim Eurojackpot mitspielen – und für einen Moment wieder spüren, wie es ist, wenn alles möglich scheint. Doch, die 90er sind nicht ganz ausgeblichen. Und mit Captain Jack in neuer Rolle kriegt das Ganze noch mal einen unerwarteten Dreh.
Der Artikel zeichnet das überraschende Comeback von Bruce Lacy – besser bekannt als Captain Jack – nach, der als Euro Jack das Gesicht und die Stimme der aktuellen Eurojackpot-Kampagne ist. Lacy vermittelt damit den Spirit der 90er: optimism, Spielfreude und das unbeschwerte Drauflosleben, wobei er ausdrücklich betont, dass es nicht um Nostalgie, sondern um einen aktuellen Impuls zum Träumen geht. Mit Statements wie "If you don't play, you can't win" unterstreicht Lacy, dass die Bereitschaft, Chancen zu nutzen, für ihn Kern seiner Botschaft und eine Haltung ist, die viele vermutlich aus den 90ern immer noch mit sich herumtragen.
Recherche-Ergänzung: In anderen aktuellen Medien wurde ebenfalls über Retro-Trends berichtet, die derzeit viele Lebensbereiche bestimmen: Laut einem Bericht der 'taz' sind Retro-Wellen ein Spiegel gesellschaftlicher Sehnsüchte nach Einfachheit und kreativer Freiheit, gleichzeitig gibt es aber Kritik daran, dass solche Comebacks oft nur als kurzfristige Marketing-Aktionen inszeniert werden. Die 'Süddeutsche Zeitung' hebt hervor, dass Musik-Revival-Kampagnen wie die mit Bruce Lacy das Gemeinschaftsgefühl und die fantasievolle Energie von Generationen aktivieren können – aber es bestehe auch die Gefahr einer „verklärenden Verflachung“ der Ursprungsdekaden. 'Der Spiegel' wiederum sieht in der neuen Eurojackpot-Kampagne ein Bespiel für gelungenes Storytelling im Marketing, weil sie gezielt Emotionen anspricht und zugleich eine ironisch-distanzierte wie selbstbewusste Note trifft.