Wer heute einen Handwerksbetrieb führt, befindet sich oft in einem gewaltigen Spagat: Einerseits prall gefüllte Auftragsbücher, andererseits fehlt ständig das passende Personal. Das klingt erstmal nach Luxusproblemen – aber in Wahrheit schwingt ein verzwickter Grundton mit. Nicht selten fehlt es an durchdachten Abläufen, an klaren Spielregeln fürs Team oder einer Einarbeitung, die diesen Namen verdient. Neue Mitarbeiter werden ins kalte Wasser geschmissen. Klar, dass da manche schnell wieder abspringen. Wirklich paradox: Der Engpass wird nach außen geschoben – doch oftmals rühren Engpässe aus dem Inneren. 'Am Ende ist es weniger der Arbeitsmarkt, der uns lahmlegt, sondern die eigene Unordnung', hält Liborio Manciavillano fest, Chef der HWS Handwerks-Schmiede GmbH.
Wenn jemand den Finger in die Wunde legen darf, dann wohl Manciavillano. Seit Jahren schult er Betriebe darin, statt improvisierter Lösungen endlich feste Strukturen zu schaffen. In seinem Ansatz geht es längst nicht nur darum, Aufgaben sinnvoll zu verteilen oder Onboarding-Pläne zu schreiben. Es geht darum, einen Betrieb zu bauen, der auch dann noch funktioniert, wenn der Chef mal nicht alles selbst macht. In seinem Buch 'Selbst, aber nicht mehr ständig' reflektiert er handfeste Beispiele, bei denen innerbetriebliche Klarheit das Arbeitsklima und die Mitarbeiterbindung massiv gesteigert hat. Man könnte sagen: Ordnung zieht Menschen an.
Die Mär vom bösen Arbeitsmarkt – und was wirklich zählt
So oft ist es zu hören: "Niemand will mehr arbeiten." Doch die Erfahrung zeigt ein anderes Bild. Gut ausgebildete Fachkräfte schauen heute viel genauer hin, wem sie ihre Zeit schenken. Ist der Laden chaotisch, springt der Funke eben nicht über. Kein Wunder, dass improvisierende Betriebe im Wettbewerb um begehrte Fachleute verlieren. Unsichere Abläufe, planloses Anlernen und fehlende Ansprechpartner sind absolute Stimmungskiller. Neue im Team fühlen sich verloren, Fehler passieren und am Ende steht Frust bei allen. Es klingt fast, als müssten sich einige erstmal von der Mär befreien, ein guter Handwerker zu sein reiche schon aus.
Fehlt gar ein durchdachtes Onboarding, starten neue Teammitglieder unter schlechten Vorzeichen: Nichts ist vorbereitet, jeder sagt etwas anderes, die Unsicherheit wächst. Wer so einsteigt, sucht schnell wieder das Weite – und zwar schneller, als manche Chefs das glauben möchten. Solche Defizite wirken wie ein Bumerang, der den Betrieb außen vor lässt, sobald Fachkräfte sich nach Perspektiven umsehen. Wer dagegen von Anfang an Struktur bietet, sticht positiv heraus.
Wege raus aus dem selbstgemachten Dilemma
Die Chance liegt im Wandel von innen: Strukturierte Prozesse, klare Verantwortlichkeiten und ein Onboarding, das Menschen willkommen heißt. Dann entsteht Orientierung für alle, Routineaufgaben laufen von selbst – und dem Chef bleibt mehr Zeit für die Zukunft. Der Schlüssel zum Ganzen: Verantwortungen nicht nur benennen, sondern auch wirklich abgeben. Wenn Kolleg:innen selbstständiger denken und handeln, kommt Dynamik in den Laden. Natürlich tut das manchmal weh, aber Wachstum ohne Loslassen? Kaum möglich. 'Unternehmer brauchen Mut, nicht alles zu kontrollieren', betont Manciavillano. Wer schafft, sich zurückzunehmen, ermöglicht seinem Unternehmen, zu reifen.
Und schließlich geht es auch um das Bild nach außen: Fachkräfte fragen längst gezielt nach dem Betriebsklima, wie organisiert eine Firma wirklich ist, ob sie Entwicklungschancen bietet. Wer sich hier klar und transparent zeigt, erhöht die Chance auf Bewerber, die wirklich passen und bleiben wollen. Je sichtbarer die eigenen Strukturen und Werte, desto größer die Sogwirkung.
Perspektivenwechsel: Vom Inhaber-zentrierten Betrieb zum funktionierenden System
Wenn ein Handwerksbetrieb offener wird für neue Strukturen und sich von Altem löst, kann er nicht nur Leute halten, sondern wachsen. Das Team fühlt sich stärker eingebunden, Verantwortlichkeiten sind klar und Fehler weniger dramatisch. Der Chef bekommt Rückenwind und kann wieder an die Weiterentwicklung denken. So wird aus einem Sammelsurium an Aufgaben ein Unternehmen mit System. Aus der Not wird eine echte Chance, Fachkräfte langfristig zu binden – oder kurz gesagt: Wer Ordnung schafft, dem laufen die Leute nicht weg.
Lust, die eigenen Strukturen auf den Prüfstand zu stellen und als Arbeitgeber attraktiver zu werden? Hier kann man bei Liborio Manciavillano von der HWS Handwerks-Schmiede GmbH ein unverbindliches Beratungsgespräch vereinbaren: handwerks-schmiede.de
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Ruben Schäfer
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Original-Meldung via news aktuell
Der Fachkräftemangel im Handwerk wird häufig als unvermeidbare Folge des Markts dargestellt, entpuppt sich aber bei näherem Hinsehen oft als hausgemachtes Problem. Häufig fehlen klare Strukturen, definierte Verantwortlichkeiten und ein durchdachtes Onboarding, wodurch sich potenzielle Fachkräfte oder neue Mitarbeitende nicht willkommen fühlen und bestehende Teams unter der daraus entstehenden Unordnung leiden. Unternehmensberater wie Liborio Manciavillano greifen genau diese Schwächen auf und entwickeln mit Betrieben systematische Ansätze, um durch Organisation und konsequente Führung nicht nur Mitarbeitende zu halten, sondern auch als Arbeitgeber attraktiv zu werden – ein Ansatz, der sich gerade in Zeiten von Personalknappheit massiv auszahlen kann. Laut aktuellen Medienberichten hat der Zentralverband des Deutschen Handwerks erneut auf den steigenden Fachkräftebedarf aufmerksam gemacht. Trotz zahlreicher politischer Initiativen bleibt die Suche nach Auszubildenden herausfordernd, und viele Betriebe suchen händeringend nach Lösungen für die anstehenden Aufgaben der Energiewende sowie alternde Belegschaften. Besonders gefragt sind innovative Weiterbildungsmodelle und eine stärkere Digitalisierung im Recruiting. Ergänzend betonen zahlreiche Stimmen, wie wichtig Employer Branding, eine moderne Unternehmenskultur und flexible Arbeitsmodelle sind, um junge Talente in die Branche zu holen. Bei allen Schwierigkeiten gibt es auch Lichtblicke: Erfolgsmodelle zeigen, dass Unternehmen mit klaren Strukturen, gezieltem Onboarding und Transparenz über Karrieremöglichkeiten im heutigen Arbeitsmarkt eine echte Chance haben, sich von der Konkurrenz abzuheben.