Felbermayr sieht in der beabsichtigten Entlastungsprämie primär eine teure und ungezielte Lösung, die aus ökonomischer Sicht keinen Sinn ergibt. In Zeiten knapper Kassen und lediglich moderat gestiegener Spritpreise könne gut abgewogen werden, ob staatliche Hilfen überhaupt geboten sind. Gezielte und temporäre Direktzahlungen an strukturell benachteiligte oder akut belastete Haushalte wären aus seiner Sicht die überlegene Variante, da sie passgenauer wirken und Haushaltsmittel schonen. Nach aktuellen Recherchen debattieren Politik und Experten weiterhin hitzig über gezielte versus pauschale Entlastungsmaßnahmen, da Inflation und Energiepreise unterschiedlich auf gesellschaftliche Gruppen wirken (siehe taz, Zeit, Spiegel u.a.). Ferner wurde bekannt, dass die Bundesregierung Alternativen prüft, unter anderem eine Erweiterung von Sozialleistungen und progressivere Unterstützung für Bedürftige. Laut Aussagen von Experten werde in weiteren Gutachten untersucht, wie der Staat mit effizienten Mitteln Bürger und Unternehmen entlasten kann, ohne dabei die Haushaltsdisziplin zu opfern.