Ehrlich gesagt, es ist keine Überraschung mehr: Auch die Feuerwehren kommen um moderne Technik nicht herum. KI – das klingt in der Theorie nach Zukunft, ist aber schon heute praktisch unvermeidlich. DFV-Vizepräsident Dr. Christoph Weltecke bringt es auf den Punkt: Angesichts der Flut von Informationen und der ständigen Forderung nach effizienterem Handeln wird Künstliche Intelligenz zunehmend zum strategischen Werkzeug. Klingt ein bisschen nach Science Fiction – aber es ist die neue Realität der Einsatzkräfte.
Ulrich Pankotsch, der Leiter des neuen Arbeitskreises, betrachtet die KI als Möglichkeit, die Erkundungsdaten, Führungsebenen und Wirksysteme klüger miteinander zu verzahnen. Dadurch sollen Entscheidungen im Chaos eines Einsatzes schneller und sicherer getroffen werden. Genauer gesagt: Es geht um die Schaffung einer Cloud für KI-Anwendungen, um belastbare Rahmenbedingungen und das Weitergeben von Know-how – ein bisschen wie Feuerwehrsport, aber eben mit Codezeilen statt Leitern.
Der Arbeitskreis will zu Beginn drei Baustellen bearbeiten: Erstens unterstützt und entwickelt er eine behördlich gesicherte Cloud, auf die ausschließlich für den Einsatz relevante KI-Programme Zugang haben. Zweitens sollen praxisnahe Leitfäden entstehen, damit die Umsetzung im Alltag nicht an Paragrafenreiterei oder Fachchinesisch scheitert. Und Drittens: Der kontinuierliche Aufbau von KI-Kompetenzen steht an – kollektives Lernen, keine One-Man-Show. Mehr Details gibt es online bei der Feuerwehrverband-Webseite. Übrigens: KI kann zwar keinen Brand löschen, aber vielleicht weiß sie früher, wo’s am kritischsten wird.
Kontaktmöglichkeiten für alle, die dazu Fragen oder Ideen haben, stehen auf der Webseite des DFV bereit.
Der soeben gegründete Arbeitskreis „Künstliche Intelligenz“ des DFV und der AGBF Bund stellt einen wichtigen Schritt in Richtung Digitalisierung des Bevölkerungsschutzes dar. Insbesondere fokussieren sich die Beteiligten darauf, eine gut abgesicherte Cloud für KI-Tools aufzubauen, verbindliche und gleichzeitig praxistaugliche Rahmenbedingungen festzulegen sowie Wissen und Kompetenzen zum Thema KI in der Feuerwehrbranche zu verbreiten.
Neuere Entwicklungen im Bereich Feuerwehr und KI zeigen, dass beispielsweise Pilotprojekte in einzelnen Bundesländern bereits damit experimentieren, wie intelligente Systeme zur Einsatzvorhersage, Lagebewertung und Entscheidungsunterstützung genutzt werden können. Laut aktuellen Berichten vernetzen sich Feuerwehren zunehmend auch international, um Erfahrungen bei der Digitalisierung auszutauschen und gemeinsame Standards für ethische und rechtliche Fragen im Umgang mit KI zu entwickeln. Verschiedene Fachzeitschriften und Nachrichtenportale weisen zudem darauf hin, dass Datenschutz, Cybersicherheit und die fortlaufende Schulung der Einsatzkräfte zentrale Herausforderungen für eine erfolgreiche Integration von KI bleiben.