Finanzminister sieht erste Fortschritte beim Sparen – Große Haushaltssorgen bleiben

Lars Klingbeil, SPD und amtierender Bundesfinanzminister, vermeldet moderate Fortschritte beim Einspar-Ziel der Ministerien. Doch das dicke Ende kommt erst noch.

heute 09:50 Uhr | 4 mal gelesen

Laut eigenen Angaben gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland haben die Bundesressorts die Vorgabe umgesetzt, ihren Etat um jeweils rund ein Prozent zu kürzen. Klingbeil ordnet das jedoch als bloßen Anfang ein: Klar, die eingesparten etwa fünf Milliarden Euro sind nützlich, aber im Großen und Ganzen nur ein Tropfen auf den berühmten heißen Stein. Die eigentlichen Herausforderungen warten erst: Im Zeitraum von 2027 bis 2029, also innerhalb von drei Jahren, fehlen im Bundeshaushalt gewaltige 130 Milliarden Euro. Klingbeil nennt das bisherige Sparen eine 'Aufwärmübung' – sinnbildlich vielleicht wie das Ziehen der Turnschuhe, bevor es überhaupt zum Sprint geht. Ob und wie größere Reformvorhaben, Haushaltsumstellungen oder vielleicht sogar unpopuläre Einschränkungen folgen, bleibt offen. Persönlich frage ich mich: Wird Sparen allein reichen? Oder stehen uns Wege bevor, die weit über klassisches Budget-Beschneiden hinausgehen?

Der Bundesfinanzminister bewertet das Erreichen der Sparvorgaben als kleinen Schritt auf dem Weg zu viel größeren Aufgaben im Haushalt. Während das Ein-Prozent-Ziel von allen Ressorts umgesetzt wurde, reichen die so frei gewordenen Mittel kaum aus, um die anstehenden Defizite nennenswert zu mindern. Laut aktuellen Berichten diskutiert die Regierung weitere Reformen – von Subventionsabbau bis hin zu Steuererhöhungen oder zusätzlichen Kreditaufnahmen, um das enorme Haushaltsloch von 130 Milliarden Euro in den kommenden Jahren zu schließen. Zusätzlich prägen die jüngsten Konjunkturzahlen und geopolitische Unsicherheiten die Haushaltsplanung, was die Suche nach nachhaltigen Lösungen weiter erschwert.

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