Ehrlich gesagt: Diese Preisexplosion beim Sprit ist schon kurios. Sepp Müller, der gemeinsam mit Kolleg:innen eine Taskforce im Bundestag leitet, will nun genau wissen, wie die Preise eigentlich entstehen – und sendet gleichzeitig eine ziemlich deutliche Warnung an die Ölriesen aus. 'Wir können aktiv werden. Und die Instrumente, die dem Kartellamt zur Verfügung stehen, sind gar nicht mal ohne – von saftigen Strafzahlungen bis zu Eingriffen, die den Wettbewerb wirklich wiederherstellen könnten', betonte er gegenüber der 'Welt'.
Interessant dabei: Müller will keine voreiligen politischen Schnellschüsse riskieren. Überstürzte Maßnahmen – etwa ein Tankrabatt – halten er und die Taskforce für gefährlich, weil sie das Geschäft noch mehr befeuern könnten: Händler würden sofort reagieren, Preise womöglich noch weiter treiben. Ehrliche Politik, so Mullers Credo, heiße: Erst prüfen, dann besonnen handeln – nicht einfach wild drauflos."
Derzeit sieht Müller allerdings keinen größeren Engpass bei Kraftstoffen und schätzt, dass weitere Preisexplosionen eher unwahrscheinlich sind. Auch eine massive Inflation erwartet er nur, falls der Iran-Konflikt sehr lange anhalten sollte. Andernfalls bleibe der Effekt wohl im Rahmen. Kleines Aber noch: In einzelnen Branchen – Speditionen, Stromanbieter – könnte es trotzdem spürbar teurer werden, eben weil Energie immer alle trifft. Komplexe Lage – einfache Lösungen gibt es nicht.
Sepp Müller, CDU-Politiker und Co-Vorsitzender der Spritpreis-Taskforce, verlangt von den Ölkonzernen klare Ansagen zur aktuellen Preispolitik und droht mit kartellrechtlichen Maßnahmen, falls Preisabsprachen oder Missbrauch vorliegen. Laut ihm sind kurzfristige politische Eingriffe riskant, da Märkte oft sofort reagieren und spekulative Preisspiralen entstehen können. Überraschenderweise sieht Müller derzeit keine akute Knappheit an Ölprodukten, warnt jedoch vor Kostensteigerungen speziell in Logistik und bei Energieträgern, sollte der Iran-Konflikt sich ausweiten. Nach Recherchen aktueller Berichte bleibt die Unsicherheit am Energiemarkt hoch: Viele Fachleute beobachten, dass die Benzinpreise in Deutschland deutlich schwanken – teils getrieben durch geopolitische Spannungen, teils durch spekulative Händlerdynamiken. Laut 'Süddeutsche Zeitung' und 'FAZ' gibt es politische Bedenken, kurzfristige Preiskorrekturen, wie Steuererleichterungen auf Kraftstoffe, würden die Marktlogik eher verzerren und könnten Mitnahmeeffekte erzeugen. Ferner berichten mehrere Wirtschaftsjournale, dass Verbraucher mit anhaltender Preisunsicherheit selbst bei ausreichend vorhandenen Energie-Ressourcen rechnen müssen, solange die politische Krise nicht beigelegt ist.