FNF verleiht Freiheitspreis 2024 an das Volk des Iran

Der diesjährige Freiheitspreis der Friedrich-Naumann-Stiftung würdigt nicht eine Einzelperson, sondern den Mut des iranischen Volkes selbst. Das meldet der 'Spiegel'.

02.07.26 13:02 Uhr | 1 mal gelesen

Alle zwei Jahre wird der Freiheitspreis der FDP-nahen Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit in der ehrwürdigen Frankfurter Paulskirche verliehen. Diesmal ehrt die Stiftung das iranische Volk – und entscheidet sich damit ganz bewusst gegen die Auszeichnung nur eines Individuums. Steffen Saebisch, Chef des Stiftungsvorstands, erklärte gegenüber dem Magazin, dass der Preis den unerschrockenen Einsatz und das Leid von hunderttausenden Iranerinnen und Iranern würdigen soll, die sich dem totalitären Mullah-Regime entgegenstellen, oft unter Lebensgefahr. Am 7. November ist die feierliche Übergabe geplant. Die Festrede hält Bijan Djir-Sarai, FDP-Politiker mit persischen Wurzeln und früherer Bundestagsabgeordneter. Spannend bleibt noch, wer den Preis als Repräsentant oder Repräsentantin des Volkes entgegennehmen wird. Das sei aktuell laut Saebisch offen. Vergangene Preisträger sind etwa der russische Regime-Kritiker Wladimir Kara-Mursa, Ex-Bundespräsident Joachim Gauck oder auch der peruanische Literat Mario Vargas Llosa – offenbar legt die Stiftung Wert auf klare Zeichen für Freiheitsliebe und Zivilcourage.

Die Friedrich-Naumann-Stiftung bringt mit der diesjährigen Auszeichnung ihre Unterstützung für die Demokratiebewegung im Iran zum Ausdruck. Zahlreiche Iranerinnen und Iraner gehen seit Jahren mutig gegen das autoritäre Regime auf die Straße, vor allem seit der gewaltsamen Niederschlagung der Proteste nach dem Tod von Jina Mahsa Amini im Herbst 2022. Neben der symbolischen Anerkennung durch den Preis geraten dabei auch die anhaltenden Einschränkungen der Menschenrechte und die staatliche Repression in den Fokus – ein Thema, das international weiter für Diskussionen sorgt. Jüngst haben sich wieder Proteste im Iran entzündet, weil sich zahlreiche Menschen nachdemonstrativ weiterhin gegen das Regime stellen, obwohl das Risiko von Folter und Haft hoch bleibt.

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