Forsa-Umfrage: Grüne legen weiter zu, BSW fällt zurück

Die Grünen bauen laut aktueller Forsa-Befragung ihren Stimmenanteil weiter aus – das Bündnis Sahra Wagenknecht fällt unter drei Prozent.

heute 14:31 Uhr | 1 mal gelesen

Die neue Umfrage von Forsa, erhoben im Auftrag von RTL und ntv, bringt Bewegung ins Feld der Parteien: Die Grünen klettern auf 16 Prozent – ein Pluspunkt zur Vorwoche. Unverändert bleibt die AfD mit stolzen 26 Prozent Spitzenreiter, dicht gefolgt von der Union mit 22 Prozent. SPD und Linkspartei verharren jeweils bei 12 Prozent, während die FDP weiter hinterherhinkt und nur 4 Prozent erzielt. Interessant: Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) taucht in den Ergebnissen kaum noch auf – weniger als drei Prozent, zu wenig für eine eigene Ausweisung in der Statistik. Die Zahl der Unentschlossenen beziehungsweise Nichtwähler ist mit 26 Prozent auffallend hoch, spürbar mehr als zur Bundestagswahl 2021. Auf die Frage nach Problemlösungskompetenz sieht nur eine Minderheit echte Antworten bei den Parteien: 13 Prozent setzen auf die Union, 11 Prozent trauen es der AfD zu, 7 Prozent votieren für die Grünen, während SPD und Linke jeweils bei 6 Prozent bleiben. Eine wachsende Mehrheit, diesmal 55 Prozent, zweifelt allerdings daran, dass überhaupt eine Partei gerade in der Lage ist, die Herausforderungen im Land wirklich zu meistern. Die Umfrage basiert auf Antworten von 2.503 Menschen, gesammelt zwischen dem 7. und 13. Juli 2026. Mal abgesehen davon: Der hohe Anteil an Nichtwählern ist schon bemerkenswert. Es könnte darauf hindeuten, dass viele Menschen frustriert oder desillusioniert sind – oder einfach abwarten wollen, bis Bewegung in das politische Geschehen kommt. Vielleicht sagt diese Skepsis manchmal mehr als jede Zahlenkolonne.

Die Grünen profitieren von einem allgemeinen Aufwind und stabilisieren sich im Umfragespektrum. Gleichzeitig verliert das Bündnis Sahra Wagenknecht weiter an Boden und fällt unter die wichtige Drei-Prozent-Marke, was die Chancen auf parlamentarische Relevanz stark schmälert. Besonders auffällig bleibt der hohe Anteil der Unentschlossenen und Nichtwähler – eine Entwicklung, die auch in anderen aktuellen politischen Umfragen beobachtet wird. Auch laut Angaben von taz.de und faz.net stagnieren große Parteien teils bei ihren Werten, während die Unzufriedenheit mit den politischen Akteuren allgemein hoch bleibt. Zusätzliche Themen wie die aktuelle Haushaltsdebatte, Flügelkämpfe innerhalb der Parteien und die Unsicherheit bezüglich des Wirtschaftsstandorts werden offenbar zunehmend relevant für die politische Stimmung; darüber wird aktuell viel berichtet und diskutiert.

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