Sechsmal hat Christoph Strasser das Race Across America gewonnen, schneller als jeder andere. Aber das Transcontinental Race verlangt noch einmal eine andere Denkweise. Kein Begleitteam, keine Helfer – nur der Fahrer, das Rad und blanke Improvisation. Nach seinen bisherigen Teilnahmen – mit zwei Siegen und einem fünften Platz zuletzt – reist der 43-Jährige diesmal mit spürbarer Vorfreude und dem Willen, bis zum Ende vorne mitzumischen, nach Trondheim. "Ich fühle mich bereit. Aber jedes TCR ist eine Wundertüte, da kann alles kippen", gesteht Strasser.
Was dieses Ultra-Marathon-Rennen von anderen abhebt, ist die radikale Eigenverantwortung: Routenauswahl, Verpflegung, Reparaturen – alles liegt bei den Teilnehmenden. Niemand wartet am Straßenrand mit Trost oder Ersatzteilen. Und doch: Diese Ungewissheit hat ihren Reiz. Gerade in Norwegen spielt 2024 zudem das sogenannte "Ferry-Game" eine noch größere Rolle als sonst – strategisches Abwägen zwischen schnellen Fährverbindungen und Landrouten, bei dem Fehler vielleicht den Unterschied machen zwischen Platz eins und dem großen Frust.
Die Route führt durch kühle Fjorde und über den legendären Rallarvegen, danach durch Südnorwegen, Schweden, Mitteleuropa und über anspruchsvolle Pässe durch Tschechien, die Tatra, bis nach Sarajevo – mit Zwischenstopps an historischen Orten wie der alten Bobbahn der Olympischen Winterspiele 1984. Wer bis dort kommt, ist immer noch nicht durch: Hinter Albanien wartet der steinige Weg über die Peloponnes – Hitze satt und noch einmal Höhenmeter satt.
Beim TCR zählt der Umgang mit dem Unerwarteten. Schlaf wird zum Raritätenprodukt – Strasser plant drei Stunden pro Nacht, bleibt aber flexibel (Schlafsack im Gepäck). Peerotons High-End-Endurance-Pulver ist sozusagen sein Joker im Flaschenhalter: Energie zum Selbermischen, egal ob in norwegischer Nachtkälte oder griechischer Mittagshitze. "In solchen Rennen ist planbare Energieversorgung Gold wert", sagt er. Wetter, Hunger, Erschöpfung – Improvisation wird schnell zur Kernkompetenz.
Der Kreis der Favoriten ist wieder erlesen: Neben Strasser starten Robin Gemperle (Schweiz, aktueller TCR-Champion), die deutsche Ausdauerkoryphäe Jana Kesenheimer, aber auch bekannte Namen wie Moritz, Rudaz, Châtelet oder Robert Müller, Strassers Dauerrivale aus Deutschland. Die Spannung steigt, am 19. Juli fällt der Startschuss – verfolgbar im Livetracking und in Strassers sehr persönlichem Podcast "Sitzfleisch". Man kann gespannt sein, wem das Glück, das Können und die richtige Strategie dieses Mal zur Seite stehen.
Christoph Strasser startet nach starkem Saisonauftakt am 19. Juli zum fünften Mal beim Transcontinental Race – dem legendär schweren, vollkommen selbstorganisierten Ultra-Radrennen quer durch Europa. Mit zwei Siegen und weiteren Top-Platzierungen zählt Strasser wieder zum Favoritenkreis, muss sich aber unter anderem gegen Titelverteidiger Robin Gemperle und eine starke internationale Konkurrenz behaupten. Neu ist dieses Jahr der Start in Trondheim und die damit verstärkte Rolle der Fährverbindungen, was die strategische Komponente des Rennens nochmals erhöht; Versorgung und Schlafmanagement, besonders unter den extrem unterschiedlichen Wetterbedingungen zwischen Skandinavien und Südeuropa, werden – wie in den letzten Jahren – zur Herausforderung, wobei Strasser auf Peerotons Ausdauerprodukte setzt. Weitere aktuelle Recherchen zeigen: 1) Laut SZ wird das Transcontinental Race 2024 als Symbol für die Rückkehr großer Ultra-Events in Europa gefeiert, wobei zahlreiche Teilnehmer neben körperlicher Härte auch mentale Resilienz betonen (Quelle: Süddeutsche Zeitung). 2) Laut taz liegt der Fokus vieler Langstreckenathlet*innen nicht nur auf dem Wettkampf, sondern auch auf dem bewussten Erleben und Durchqueren verschiedenster Regionen Europas, während Logistik und klimatische Extreme ungeahnte Bewährungsproben darstellen (Quelle: taz). 3) Ein Artikel bei Spiegel hebt zudem hervor, wie sich die Community der unsupported Ultracycler in Echtzeit gegenseitig motiviert, inspiriert und technisch unterstützt, während persönliche Social Media-Berichte direkt aus dem Sattel für zusätzliche Resonanz sorgen (Quelle: Spiegel).