Wie aus dem neuen Jahreswirtschaftsbericht hervorgeht, den das 'Handelsblatt' am Donnerstag näher unter die Lupe genommen hat, bringt Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) einen Maßnahmenstrauß auf den Weg, der recht ambitioniert klingt. Die wichtigsten Stellhebel: Bürokratieabbau (mal wieder, aber diesmal soll’s wirklich ernst gemeint sein), eine verbesserte und moderne Infrastruktur, Förderung von Innovationsgeist (also mehr Raum für Gründer und neue Technologien), Senkung der Energiekosten sowie Reformen im Arbeitsmarkt und im Sozialwesen. Und, klar, ein Sprung nach vorn in Sachen Außenwirtschaft, insbesondere durch mehr Diversifizierung und noch engere Einbindung in die europäische Integration. Was fast nach einer Hausaufgabe für einen ganzen Wirtschafts-Jahrgang klingt, ist tatsächlich das Herzstück der strategischen Wirtschaftspolitik für die kommenden Jahre. Der Haken? Die Prognose bleibt verhalten: Für 2026 wird nur ein Mini-Wachstum von einem Prozent vorausgesagt – also alles andere als ein Befreiungsschlag. Trotzdem: Bewegung ist zumindest drin, und das Papier will immerhin aufzeigen, dass das Land nicht bloß zuschaut.
Die Bundesregierung versucht, mit einem umfassenden Sechs-Punkte-Plan die deutsche Wirtschaft in schwankenden Zeiten auf Kurs zu halten. Wie das Handelsblatt berichtet, zielen die enthaltenen Reformfelder auf eine spürbare Entlastung von Unternehmen, den Modernisierungsschub bei Infrastruktur und Energie sowie Impulse für Innovation und Beschäftigung ab. Allerdings wirkt die Stimmung in weiten Teilen der Wirtschaft weiterhin gedrückt: Viele Wirtschaftsverbände bemängeln, dass die Maßnahmen zu langsam greifen oder an der ein oder anderen Stelle schwammig bleiben. Nach Recherchen bei deutschen Leitmedien (z.B. FAZ, SZ, taz, Zeit) bestätigen aktuelle Meldungen diese Skepsis – die Effekte des neuen Plans werden von etlichen Experten als zu gering für einen echten wirtschaftlichen Neustart eingeschätzt. Zudem laufen parallele Debatten, wie Deutschland den Anschluss an internationale Tech- und Energieentwicklungen wahren will und ob die Bürokratieentlastung tatsächlich messbar ankommt. Die Ernüchterung bleibt, dass mit einprozentigem Wachstum zwar ein politisches Zeichen gesetzt, aber keine echte Wachstumseuphorie ausgelöst wird.