Fußball-WM 2026: Wirtschaftliches Strohfeuer oder laues Lüftchen?

Die Hoffnung auf einen Wirtschaftsboom durch die Fußball-WM 2026 in den USA bleibt gedämpft – die meisten Deutschen wollen kaum mehr Geld ausgeben als sonst.

heute 10:42 Uhr | 2 mal gelesen

Yougov hat im Auftrag des 'Handelsblatt' die Deutschen gefragt: Wird für die WM mehr ausgegeben? Klare Sache: Über 70 Prozent zuckten quasi mit den Schultern und antworteten mit Nein. Ein paar Wenige – immerhin knapp ein Viertel – planen wohl tatsächlich, an der Chips-, Grillwürstchen- und Bier-Front aufzurüsten. Für Reisen rund ums Turnier, Fan-Events oder neue Fußballschuhe bleibt die Planung erstaunlich nüchtern. Sascha Schmidt, ein Mann der Zahlen und Sportmanagement, wittert nur einen sanften, wenn nicht gar zerstreuten WM-Effekt. Woran liegt das? Die Anstoßzeiten sind größtenteils nachts; für viele eher Schlaf- als Jubelstimmung. Wirklich brisant wird’s erst, wenn das deutsche Team weit kommt: Dann könnten vielleicht doch noch die Einschaltquoten explodieren und die Leute den Grill anwerfen – doch viel mehr bleibt ein vager Stimmungs- als Wirtschaftschub zurück. Die Studie befragte gut 2.000 Menschen Anfang Juni 2026 – übrigens auch solche, die lieber gar keine Angabe machten. Wer weiß, vielleicht plant ja insgeheim doch der ein oder andere eine private Fußballparty.

Am deutschen Wirtschaftshimmel wird zur Fußball-WM 2026 kein Feuerwerk gezündet, das lässt schon die aktuelle Umfrage von Yougov durchblicken. Lediglich Konsum in Sachen Snacks und Getränke legt geringfügig zu, wobei Faktoren wie späte Spielzeiten und der Austragungsort in den USA einen mäßigen Einfluss auf die allgemeine Begeisterung haben. Entscheidend bleibt, wie lange Deutschland im Turnier bleibt – eine Euphoriewelle, die Umsätze in Einzelhandel oder Gastronomie wirklich steigen lässt, ist daher nicht garantiert. Neue Recherchen zeigen: Laut FAZ überschattet derzeit die Debatte um die steigenden Preise in Deutschland die Vorfreude auf internationale Sportereignisse; Inflation und Konsumzurückhaltung bleiben das bestimmende Thema (Quelle: [FAZ.net](https://www.faz.net)). Die Süddeutsche meldet, dass sich Hersteller von Fanartikeln vorerst auf niedrige Stückzahlen einstellen und das Veranstaltungsgewerbe eher auf andere Events als die WM setzt (Quelle: [Süddeutsche.de](https://www.sueddeutsche.de)). Die taz hebt hervor, wie die WM im Jahr 2006 einen klaren „Sommermärchen-Effekt“ hatte, aber die gesellschaftlichen Voraussetzungen und das Konsumklima heutzutage schlichtweg andere seien (Quelle: [taz.de](https://taz.de)).

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