Olaf Bandt, Vorsitzender des BUND, fasst es direkt zusammen: "Hier profitiert nicht das Klima, sondern die Gaswirtschaft, auf dem Rücken der Verbraucherinnen und Verbraucher." Statt konsequenter klimapolitischer Weichenstellung drückt die Bundesregierung laut BUND ein Konzept durch, das vor allem fossilen Energieanbietern in die Hände spielt. Vorgaben für klimafreundliches Heizen werden aufgeweicht, der Einbau neuer Gas- und Ölheizungen bleibt erlaubt – von einer nachhaltigen Wärmewende fehlt da jede Spur. Das Konzept, die neuen Heizungen durch steigende Anteile angeblich saubererer Brennstoffe wie Biomethan oder Wasserstoff auf Grün zu trimmen, trifft dabei vor allem Menschen, die ihre Heizsysteme nicht einfach umrüsten können. Für Mieter*innen oder Haushalte mit wenig Geld bedeutet das vor allem eines: Heizkosten, die klettern – und zwar ohne Ausweg. Deswegen ruft der BUND jetzt dazu auf, den politischen Spielraum zu nutzen: Mit dem Eilappell an die Bundesregierung und speziell an Wirtschaftsministerin Katherina Reiche soll die klimafreundliche – und bezahlbare – Heizwende endlich in den Mittelpunkt gerückt werden. Mehr Informationen und Kontaktmöglichkeiten gibt’s auf der BUND-Website. Ob die Politik diesen Warnruf der Zivilgesellschaft hört? Ganz ehrlich: Es ist an der Zeit, den Stimmen der Betroffenen zuzuhören.
Der BUND zeigt sich empört über die von der Bundesregierung angekündigten Lockerungen der Vorgaben für klimafreundliches Heizen. Durch neue Beimischungsquoten für Wasserstoff oder Biomethan sollen Gas- und Ölheizungen scheinbar klimatauglich werden – faktisch bleibe jedoch die Gaswirtschaft privilegiert und die Heizkosten besonders für vulnerable Bevölkerungsgruppen steigen. Neue Berichte unterstreichen, dass die geplante Beimischung von Wasserstoff aufgrund hoher Preise und technischer Hürden kurzfristig kaum einen Beitrag zum Klimaschutz leisten wird; auch Energieexperten fordern, die Subventionierung fossiler Technologien zugunsten einer umfassenden Wärmewende zu beenden. Städte und Kommunen berichten von Unsicherheiten bei der Umsetzung der Vorgaben, während Umweltverbände und Verbraucherzentralen warnen, dass einkommensschwache Haushalte besonders stark belastet werden könnten. Aus mehreren aktuellen Artikeln wird klar, dass sich der Druck auf die Koalition erhöht: Kritiker aus Wissenschaft und Gesellschaft pochen auf eine echte Förderung erneuerbarer Heizsysteme, während sich Teile der Politik weiter gegen strengere Vorgaben sperren.