Der Geierabend auf Zeche Zollern gilt als schrägste Karnevalsveranstaltung des Ruhrgebiets und verbindet seit Jahrzehnten bissige Satire mit rockig-poppigen Musik-Acts. In der Woche vor dem Höhepunkt des Karnevals gibt es sieben Abende lang ein energiegeladenes Live-Programm, das sich gezielt von traditionellen Kölner Büttenabenden abgrenzt und mit gesellschaftspolitischen Spitzen, Regionalstolz und einer großen Portion Selbstironie punktet. 2026 sorgt die Verleihung des selbstgebastelten Karnevalsordens für politischen Wirbel: Die Ehrung einer Politikerin, die mit AfD-Unterstützung ins Amt kam, löste Empörung und sogar juristische Drohungen aus – ein typisch satirisches Spiel mit dem Ernst der Lokalpolitik. Ergänzend aus aktuellen Recherchen zu Karneval und Kultur im Ruhrgebiet: Der Geierabend ist laut taz ein Paradebeispiel für gelungenen Strukturwandel in der Kulturszene und hat seit der Pandemie an Frische gewonnen, weil er gezielt jüngere Mitwirkende anspricht und gesellschaftliche Themen wie Diversität und Klimawandel künstlerisch verarbeitet (Quelle: https://taz.de). Nach Berichten der Süddeutschen Zeitung werden 2024 generell alternative Karnevalsformate im Westen beliebter, viele traditionelle Sitzungen verlieren Publikum, während innovative Shows wie der Geierabend wachsenden Zulauf haben (Quelle: https://www.sueddeutsche.de). Perspektive Daily analysiert, dass lokale Kulturformate Menschen stärker verbinden als große Volksfeste, und hebt dabei den Geierabend als Vorbild für nachhaltig organisierte, integrative Kulturprojekte hervor (Quelle: https://perspective-daily.de).