Gen Z im Finanz-Check: Zwischen digitalen Tools und klassischem Sparverhalten
Irgendwie ist es seltsam: Diejenigen, die mit dem Smartphone in der einen und schnellen Insta-Clips in der anderen Hand aufgewachsen sind, sind finanziell betrachtet überraschend altmodisch unterwegs. Das zeigt die NextGen Studie 2026 – ein Datensatz, der einmal genauer hinschaut, wo bei der heutigen Generation zwischen 18 und 30 Jahren Geld tatsächlich Thema ist. Trotz Drang zu Komfort und Digitalisierung sind viele ziemlich bodenständig, kontaktieren lieber Berater als Bots und sparen weiterhin klassisch. Persönliche Beratung, Ehrlichkeit und schnelle Reaktionen haben bei ihnen einen hohen Stellenwert – allerdings erfüllt das aktuelle Angebot der Banken diese Wünsche oft nicht so recht.
Was die Jugend will: Wünsche, Lücken – und ein paar Widersprüche
Erstaunlich, wie oft Sparbuch, Tagesgeld und Hartgeld im Portemonnaie auftauchen – trotz PayPal, Apple Pay und Krypto-Hype (der ohnehin eher von männlichen Befragten genutzt wird). Die Gen Z will vieles: eine gute App, verlässliche Beratung, aber auch die Option, echte Menschen zu treffen. Doch die meisten Banken sind dabei noch ziemlich am Rotieren, um alle Erwartungen gleichzeitig zu erfüllen. Beratung in der Filiale ist wichtiger als digitale Chats – das überrascht dann selbst so manchen Bank-Entscheider und insbesondere da fällt die Zufriedenheit mit dem Service eher durchschnittlich aus.
Vermögen und Vielfalt: Wer hat, wer fragt – und was Vertrauen wirklich heißt
Im Schnitt liegen knapp 17.000 Euro Nettovermögen pro Kopf vor, mit deutlichen Ausreißern nach oben. Die jungen Erwachsenen machen zwar nur einen kleinen Teil der Gesamtbevölkerung aus, sind aber eine heiße Zielgruppe – noch. Die große Mehrheit interessiert sich für solides Banking; weniger als erwartet springen auf komplexere Produkte auf. Und bei Infos? Da schaut man bei Insta oder TikTok, verlässt sich aber letztlich doch vor allem auf die Bank und das eigene Umfeld – kalt lässt sie das Thema keineswegs.
Fazit: Banken zwischen Tradition und TikTok – der Spagat bleibt
Es scheint fast wie ein Wettlauf: Banken sollten ihr Angebot besser auf die feinen Unterschiede der Gen Z zuschneiden. Wer heute Jugendliche an sich bindet, könnte sie in Zukunft als stabile Kundenbasis haben. Gleichzeitig werden immer mehr digitale Angebote ausprobiert oder gewechselt – Treue wird keineswegs blind geschenkt. Die Generation ist bereit, Neues zu nutzen, bleibt beim Geld aber vorsichtiger als so manch ein Banker glaubt.
Wer übrigens tiefer einsteigen will: Die ausführlichen Ergebnissen zur NextGen Studie 2026 finden sich auf der Website der Gesellschaft für Qualitätsprüfung.
Die NextGen Studie 2026 zeichnet die Gen Z als kritisch-abwägende und überraschend konservative Finanzgeneration. Trotz Digitalaffinität legt sie Wert auf klassische Sparprodukte und persönlichen Kontakt bei Beratung, wobei sie Banken deutlich leistungsfähiger und individueller sehen möchte. Neue Informationen aus aktuellen Recherchen: Medien wie die Süddeutsche Zeitung und FAZ berichten, dass Banken und Sparkassen verstärkt an digitalen Angeboten für die junge Zielgruppe arbeiten, jedoch bleibt der Wunsch nach persönlicher Bindung und Vertrauen zentral, insbesondere vor dem Hintergrund wachsender Unsicherheit durch Inflation und Rezessionsängste – viele Fintechs geraten zudem unter Druck, was junge Menschen vorsichtiger bei der Wahl rein digitaler Anbieter werden lässt. Laut Spiegel.de zeigen weitere aktuelle Untersuchungen, dass junge Erwachsene oft aus Mangel an Wissen risikoarme Anlageformen bevorzugen und Marktunsicherheiten meiden. Insgesamt bleibt die Generation Z eine Kundengruppe, die zwar neugierig auf Innovationen ist, finanziell aber einen sehr durchdachten, manchmal fast altmodisch wirkenden Kurs fährt.