Wer in deutschen Skigebieten unterwegs ist, bemerkt vielleicht wenig davon – doch ein Blick in die Statistik verrät: Unsere Lust auf (neue) Ski und Snowboards nimmt messbar ab. Laut amtlichen Zahlen wurden 2024 gerade einmal 518.800 dieser Wintersportgeräte nach Deutschland eingeführt, das ist ein ordentliches Minus im Vergleich zu den gut 739.200 Stück im Jahr 2014. Einziger Lichtblick: Schlechter lief es nur im Corona-Jahr 2021, damals lag der Import sogar bei nur 405.100 Stück. Und was passiert beim Export? Auch hier sieht’s nicht wirklich rosig aus, aber immerhin ging’s weniger steil bergab – rund 523.100 Ski und Snowboards verließen 2024 die Bundesrepublik. Spannend: Erstmals seit 2021 wurden wieder mehr Ski und Snowboards exportiert als importiert. Ein guter Teil der Produkte rollt übrigens aus China ins Land, gefolgt von Österreich und – etwas überraschend – Slowenien. Umgekehrt gehen deutsche Exporte vor allem nach Frankreich, Österreich und in die USA. Bemerkenswert: Fast 60 Prozent der Einfuhren entfallen auf Alpinski, Snowboards liegen bei etwa einem Viertel. Deutlich zu erkennen: Der Markt konzentriert sich, billige Massenware dominiert aus China, während der Absatzmarkt für deutsche Produkte insgesamt vielfältiger bleibt. Ganz ehrlich: Ob da nun der Klimawandel, eine schwächelnde Kauflust oder einfach eine Sättigung bei den Brettsportlern verantwortlich ist – sicher sagen lässt sich das kaum. Einen gewissen Reiz hat diese Entwicklung aber, denn sie spiegelt mehr als Zahlen – sie zeigt einen Wandel im Wintersportbewusstsein.
Der Import von Ski und Snowboards nach Deutschland ist in einer Dekade um knapp ein Drittel gesunken – von über 739.200 Stück 2014 auf nur noch 518.800 im Jahr 2024; ähnliche Einbrüche zeigen sich beim Export, der Rückgang ist hier aber weniger gravierend. Besonders auffällig: China dominiert als Lieferland vor Österreich und Slowenien, während die Absatzmärkte deutscher Produkte breiter gestreut sind, wobei Frankreich, Österreich und die USA vorn liegen. Die Ursachen für den Rückgang sind vielschichtig – steigende Preise, Klimawandel und Veränderungen im Freizeitverhalten tragen vermutlich alle bei; laut aktuellen Artikeln wird jedoch vor allem die anhaltende Unsicherheit bezüglich Schneesicherheit und zunehmende Umweltbedenken als Grund diskutiert – dazu kommen Berichte über rückläufige Gästezahlen in Wintersportregionen und die Anpassung vieler Betriebe an nachhaltigere, oft auch teurere Ausrüstungen. Laut alarmierenden Brancheneinschätzungen berichten zudem viele Händler von schleppendem Geschäft in der laufenden Saison, insbesondere weil viele Kund:innen angesichts der wirtschaftlichen Lage und des Wetters größere Anschaffungen zurückstellen.