Vielleicht wäre das gar nicht so schlecht: Den selbst erzeugten Sonnenstrom speichern, bis wirklich Bedarf herrscht – nachts, morgens, an windstillen Tagen. Genau darum drehen sich die Pläne von MaxSolar und Entrix. Mitten in Bayern, genauer: Winterschneidbach bei Ansbach, schieben sie ein großes Projekt in die Pipeline. Der neue Batteriespeicher, ein ziemlich massiver Brocken mit 20 Megawatt Leistung und satten 100 Megawattstunden Kapazität, wird all die überschüssige Energie nicht mehr ungenutzt verpuffen lassen. Doch es geht hier längst nicht nur um einfache Speicherung. Es geht – ganz unaufgeregt – ums Gesamtsystem, ums Netz, um Flexibilität. Und wenn man sich einmal ansieht, wie Engpässe in den Stromnetzen die Kosten hochtreiben können (jene berühmten Zahlen von mehreren Milliarden Euro pro Jahr kursieren da), wird klar: Solche Speicher sind vielleicht nie schick, aber mehr als notwendig.
Der Clou: Entrix setzt auf eine Art „Handel mit Hirn“. Künstliche Intelligenz entscheidet nämlich mit, wann der gespeicherte Strom verkauft oder genutzt wird. Damit lässt sich der Speicher völlig flexibel und voll kommerziell betreiben – kein starres Schema, sondern Bewegung, als ob der Speicher auf Signale des Marktes horcht. Natürlich will MaxSolar auch zeigen, dass Speicher mehr sind als Fußnoten der Energiewende. Mit weiteren Projekten (bspw. im Bayernwerk-Netz, bereits die zweite Zusammenarbeit) unterstreichen sie ihren Anspruch, in Bayern ganz vorne mitzuspielen.
Die eigentliche Innovation steckt für mich in der Verknüpfung: Speicher, KI, Marktmechanismen. Es gibt Stimmen, die die Digitalisierung und die versprochene Flexibilität als Allheilmittel anpreisen. Ob das immer gelingt? Ist vielleicht nicht garantiert – aber dass ohne solche Lösungen gar nichts mehr gehen wird, sehe ich persönlich inzwischen auch so.
Am Rand: Die MaxSolar-Nerds trifft man diesen Juni auf der Intersolar Europe – im Panel diskutieren sie zum Thema flexible Netzanschlüsse, Speicher und alles, was die Energiewende so spannend macht. Na, vielleicht lohnt sich dort mal ein neugieriger Blick hinter die Kulissen.
Im Kern dreht sich die Partnerschaft MaxSolar–Entrix um das effektive Speichern und clevere Vermarkten von Solarstrom per Batteriespeicher mit 20 MW Leistung und 100 MWh Kapazität im bayerischen Ansbach. Ziel ist weniger das reine Speichern als vielmehr das gezielte Glätten von Netzspitzen, der Verzicht auf teuren Netzausbau und die Integration Erneuerbarer in wirtschaftlich tragfähigen Modellen; dabei übernimmt Entrix die KI-basierte Steuerung und Ertragsoptimierung. (Quellen wie Spiegel.de, FAZ.net und Zeit.de berichten aktuell besonders über den Trend zur flexiblen Stromspeicherung als entscheidenden Hebel für kommende Jahre, allerdings werden Herausforderungen wie Netzeinbindung und Kosten weiterhin kontrovers diskutiert.) Neuer ist, dass auch Industriekunden und Kommunen verstärkt PPAs (Power Purchase Agreements) mit regionalem Grünstrom abschließen, um sich gegen volatile Preise abzusichern und planbar „grün“ zu werden. Innovationen im Bereich intelligente Steuerung, der Einsatz von Multi-Markt-Strategien sowie der Trend zu neuen Geschäftsmodellen bei Batteriespeichern nehmen immer mehr Fahrt auf. Die (noch) kniffeligen regulatorischen Fragen und Skalierungshürden sind aber nicht zu unterschätzen: zum Beispiel kämpfen Projekte weiterhin mit langwierigen Genehmigungen, der Anpassung von Netzanschlussregeln und Unsicherheiten, wie viel Flexibilität tatsächlich vom Netz vergütet wird.