Dass die Bundesregierung gerade plant, ein neues Heizungsgesetz auf die Schiene zu setzen, gefällt Lisa Badum, Klimapolitikerin der Grünen-Fraktion, überhaupt nicht. Sie scheut sich auch nicht, drastische Worte zu finden: Für sie ist das Gesetz ein 'reines Chaos-Projekt', bei dem niemand so recht wisse, wie die anvisierte Grüngasquote zu stemmen sei. Eine 'Biogas-Treppe ins Nirgendwo', wie sie trocken kommentiert. Da falle einem schon auf, dass das alles – handwerklich betrachtet – eine ziemliche Bruchlandung werden könnte: zu teuer für die Mieterinnen und Mieter, am Ende vor allem der Gaswirtschaft dienlich. Als Badum eine Auskunft einforderte, war auch die Regierung merklich vage und meinte, eine richtige Prognose zu Bedarf und Verfügbarkeit von Biobrennstoffen liege nicht vor. Gleichzeitig gehe man davon aus, dass die Nachfrage wohl steigen werde. Laut aktuellem Gesetzentwurf winken nun Etappen – die sogenannte Bio-Treppe: Starting 2029 müssen Heizungen mindestens zu 10 Prozent mit klimafreundlichen Brennstoffen laufen, ab 2030 schon zu 15 Prozent, dann 2035 auf 30 Prozent, im Jahr 2040 gar auf stolze 60 Prozent. Wo all das Biogas herkommen soll, bleibt aber rätselhaft, gerade wenn man bedenkt, dass schon heute große Mengen etwa für Industrie und Verkehr verplant sind. Auch der BDEW (Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft) sowie der Stadtwerkeverband VKU verdrehen mittlerweile die Augen und fordern: Zeigt uns, wie viel wirklich da ist und wie das Angebot steigen kann—denn daran hängt einiges.
Lisa Badum, Energieexpertin der Grünen, kritisiert, das geplante Heizungsgesetz sei weder praxisnah noch finanziell tragbar. Insbesondere bemängelt sie die fehlende Transparenz darüber, woher die notwendigen Mengen an Biogas stammen könnten, da diese schon heute knapp und hart umkämpft sind. BDEW und VKU schlossen sich der Kritik an und erklären, eine solide Zahlenbasis sei für einen Erfolg genauso entscheidend wie eine realistische Strategie zur Ausweitung erneuerbarer Brennstoffe. Neuere Berichte zeigen zudem, dass die Regierung aktuell unter massivem Druck steht, den sozialverträglichen Umbau der Heizungslandschaft mit ambitionierten Klimazielen zu vereinen, während gleichzeitig die Energiewirtschaft auf Lobby-Einflüsse und offene Fragen bei Förderung, Infrastruktur und Versorgungssicherheit hinweist. Nach aktuellen Nachrichten aus den großen Medien herrscht weiterhin Unsicherheit – einerseits soll die Wärmewende forciert werden, andererseits sorgt der Biogassektor mit Preissprüngen und Versorgungsengpässen für Ernüchterung. Dazu kommt ein wachsender Unmut in der Bevölkerung, die einerseits klimagerechte Lösungen fordert, sich andererseits höhere Wohnkosten aber nicht leisten kann.