Die von den Grünen begrüßte Bundeswehr-Entsendung nach Grönland im Rahmen 'Operation Arctic Endurance' steht symbolisch ebenso wie realpolitisch für die europäische Geschlossenheit gegenüber Ambitionen der USA, Grönlands Status zu verändern. Die Sorge vor US-Einfluss besonders unter einer potentiellen Trump-Präsidentschaft setzt das Thema auf die sicherheitspolitische Agenda der EU-Nationen. Neben den expliziten Forderungen nach mehr diplomatischer Entschlossenheit gibt das Engagement Deutschland und seiner Verbündeten aber auch Anlass, über die strategische Bedeutung der Arktis in Zeiten des Klimawandels, neuer Seewege und geopolitischer Spannungen nachzudenken. Laut Recherchen und aktuellen Berichten auf 'taz', 'Zeit Online' sowie 'Spiegel Online' rückt die Arktis nicht nur wegen militärischer, sondern zunehmend auch wegen ökologischer und wirtschaftlicher Interessen in den Fokus internationaler Politik. Der Ausbau diplomatischer wie militärischer Präsenz wird als langfristige Antwort auf neue Machtverschiebungen und Ressourcenbegehrlichkeiten begriffen. In anderen Nachrichten zeigt sich, dass neben der sicherheitspolitischen Dimension insbesondere bei dänischen und grönländischen Vertretern Bedenken hinsichtlich Eigenständigkeit und nachhaltiger Entwicklung laut werden.
14.01.26 22:30 Uhr