Grüne loben Bundeswehr-Einsatz zur Erkundung in Grönland

Die Grünen werten den bevorstehenden Bundeswehr-Einsatz in Grönland als wichtiges Signal der Entschlossenheit.

14.01.26 23:02 Uhr | 5 mal gelesen

Dieses neue Kapitel in den deutsch-nordischen Beziehungen setzt ein deutliches Zeichen, sagt Sara Nanni, verteidigungspolitische Sprecherin der Grünen – zumindest mit einer Mischung aus Hoffnung und Skepsis. Ihr Statement in der 'Rheinischen Post' am Mittwoch unterstreicht, dass die Abreise einer deutschen Truppe nach Grönland, zur Vorbereitung auf das dänisch geführte militärische Manöver 'Operation Arctic Endurance', klug vorbereitet wurde. 'Die Trump-Regierung bleibt leider weiter auf Kollisionskurs, was die Zukunft Grönlands betrifft', betont Nanni. Sie fordert, dass reines Mitmachen bei Militärübungen nicht ausreicht: 'Diplomatische Härte gegenüber dem Weißen Haus muss den Soldaten folgen.' Sonst lasse sich der Ex-Präsident womöglich wirklich darauf ein, Grönland als US-Gebiet zu beanspruchen. Die Grünen erwarten daher von Kanzler Scholz eine klare Ansage an Washington. Ähnliche Töne schlägt Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP) an, Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im EU-Parlament: Ihrer Meinung nach geht von diesem Einsatz die eindeutige Botschaft aus, dass Europa vereint an der Seite Dänemarks und Grönlands steht. Laut Strack-Zimmermann sind auch weitere alliierte Nationen dabei – alles streng unter dänischer Kontrolle, trotz Nato-Kompetenz in Norfolk.

Die von den Grünen begrüßte Bundeswehr-Entsendung nach Grönland im Rahmen 'Operation Arctic Endurance' steht symbolisch ebenso wie realpolitisch für die europäische Geschlossenheit gegenüber Ambitionen der USA, Grönlands Status zu verändern. Die Sorge vor US-Einfluss besonders unter einer potentiellen Trump-Präsidentschaft setzt das Thema auf die sicherheitspolitische Agenda der EU-Nationen. Neben den expliziten Forderungen nach mehr diplomatischer Entschlossenheit gibt das Engagement Deutschland und seiner Verbündeten aber auch Anlass, über die strategische Bedeutung der Arktis in Zeiten des Klimawandels, neuer Seewege und geopolitischer Spannungen nachzudenken. Laut Recherchen und aktuellen Berichten auf 'taz', 'Zeit Online' sowie 'Spiegel Online' rückt die Arktis nicht nur wegen militärischer, sondern zunehmend auch wegen ökologischer und wirtschaftlicher Interessen in den Fokus internationaler Politik. Der Ausbau diplomatischer wie militärischer Präsenz wird als langfristige Antwort auf neue Machtverschiebungen und Ressourcenbegehrlichkeiten begriffen. In anderen Nachrichten zeigt sich, dass neben der sicherheitspolitischen Dimension insbesondere bei dänischen und grönländischen Vertretern Bedenken hinsichtlich Eigenständigkeit und nachhaltiger Entwicklung laut werden.

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