Die Entscheidung aus Brüssel ist ein wichtiger Meilenstein, insbesondere angesichts der enormen Investitionen, die für die Energiewende und den Ausbau der Netzinfrastruktur benötigt werden. Kritisch bleibt, wie eng öffentliche Mittel jetzt an die Modernisierung und Stabilität des deutschen Stromsystems geknüpft werden – immerhin stammt ein Großteil des Geldes vom deutschen Steuerzahler. Die Einbindung der niederländischen Transtennet unterstreicht zugleich, wie sehr die Strommärkte der europäischen Nachbarländer miteinander verflochten sind. In aktuellen Berichten etwa bei der FAZ und Spiegel wird zudem betont, dass die Bundesregierung mit dem Schritt mehr Gestaltungsmöglichkeiten für künftige Energiepolitik erlangt. Auch das Gesamtbild Europas als Energiemarkt gerät zunehmend in den Fokus, denn europaweit stehen der Ausbau und die Modernisierung der Energieinfrastruktur weit oben auf der Agenda. Nach wie vor gibt es Bedenken, wie schnell der Netzausbau mit dem Tempo der Energiewende Schritt halten kann.