VDAB moniert Flickwerk bei Pflegereform – Kritik an Beitragsdiskussion

Der Verband Deutscher Alten- und Behindertenhilfe mahnt: Statt immer neuer Diskussionen um einzelne Beitragserhöhungen brauche es endlich eine konsequente, durchdachte Strategie für die Pflege.

heute 14:26 Uhr | 5 mal gelesen

Pflege – das klingt nach Dauerbaustelle, und tatsächlich ist es wohl eine. Thomas Knieling, Geschäftsführer des VDAB, bringt es auf den Punkt: Wieder wird lediglich an den Symptomen herumgedoktert, etwa mit Vorschlägen wie höheren Beiträgen für Kinderlose oder weniger Zuschüssen bei Heimunterbringung. Knieling legt den Finger in die Wunde: Das alles ersetzt kein zukunftsfähiges Gesamtkonzept für die Pflegeversicherung und die Versorgung alter Menschen. Apropos Flickwerk: Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) plant Berichten zufolge eine leichte Erhöhung des Beitrages für Kinderlose auf 0,7 Prozent. Aber diese Zahl klingt fast lächerlich angesichts der wachsenden Probleme: Immer weniger Pflegepersonal, ständig steigende Kosten für Heimplätze und Sozialhilfeträger, Einrichtungen kämpfen ums Überleben. Statt weiterer Reparaturmaßnahmen fordert der VDAB mutige Schritte: Weg mit unnötiger Bürokratie, Innovation statt Verwalten, mehr Flexibilität für Pflegeanbieter. Was nützt die x-te Beitragsanpassung, wenn weiter am großen Ganzen gespart wird? Die Branche will offenbar nicht mehr länger nur den Leim halten, wenn das ganze Dach undicht ist.

Der VDAB kritisiert, dass die Diskussion um höhere Pflegebeiträge – derzeit im Fokus vor allem höhere Sätze für Kinderlose und geringere Zuschüsse für Heimplatzkosten – die grundlegenden strukturellen Probleme der Pflege nicht löst. Stattdessen fordert der Verband, die Modernisierung der Versorgungsstrukturen endlich ernsthaft anzugehen, Bürokratie im Pflegealltag radikal zu verringern und Pflegeeinrichtungen mehr strategische Freiheiten zu geben. Laut aktuellen Medienberichten ist die Unsicherheit bei Pflegepersonal und Einrichtungen groß: Die Pflegereform stockt, die finanzielle Belastung steigt, und es drohen Versorgungslücken durch fehlende Reformen – dabei geht es längst nicht mehr nur um Geld, sondern um den Erhalt eines menschenwürdigen Lebensabends in Deutschland.

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