Die Diskussion um den Schutz von Bahnmitarbeiter:innen ist nach dem tödlichen Angriff erneut entbrannt. Politiker wie Dobrindt und Schnieder fordern härtere Konsequenzen für Angreifer; Details bleiben allerdings bislang vage. Die Gewerkschaft EVG sieht in der Kombination aus Personalmangel und brutalen Übergriffen ein wachsendes Problem und verlangt sofortiges Handeln. Aktuellen Recherchen zufolge wächst die Zahl der Übergriffe auf Bahnbeschäftigte bundesweit deutlich – laut Bundespolizei gab es allein 2023 über 2.500 dokumentierte Vorfälle, dabei reicht das Spektrum von Beleidigungen bis zu schweren Gewalttaten (Quelle: SPIEGEL), (Quelle: Süddeutsche Zeitung). Besonders im Nahverkehr sind Zugbegleiter oft allein im Einsatz, was das Risiko für tätliche Angriffe erhöht. Experten fordern nicht nur schärfere Gesetze, sondern auch präventive Maßnahmen wie verbesserte Videoüberwachung, mehr Sicherheitspersonal und intensive Schulungen für das Personal im Umgang mit potenziell aggressiven Fahrgästen. In der breiten Öffentlichkeit wächst zugleich die Diskussion, ob eine reine Strafverschärfung ausreicht oder strukturelle Reformen notwendig sind.