Handwerkspräsident: Weniger Bürokratie, mehr Handwerk!

Jörg Dittrich, Chef des Zentralverbands des Deutschen Handwerks, drängt darauf, dass die Bundesregierung endlich Nägel mit Köpfen macht und das Dickicht an Vorschriften lichtet. Für Handwerksbetriebe zählt nämlich nicht die Ankündigung, sondern die echte Entlastung auf dem Werkstattboden.

heute 00:02 Uhr | 4 mal gelesen

Obwohl die Abschaffung der Bonpflicht offiziell auf der Modernisierungsagenda steht, bleibt für viele Betriebe das Gefühl, zwischen Hoffnung und Routine gefangen zu sein. Dittrich bringt es auf den Punkt: Unsere Handwerker verlieren täglich wertvolle Zeit und Energie durch eine Flut an Nachweisen, die in Ordnern verschwinden und selten jemandem wirklich nutzen. Oft geht es darum, das Offensichtliche zu bestätigen – wie ein Autofahrer, der nach dem Aussteigen bestätigen müsste, dass er nicht zu schnell unterwegs war. Für junge Meister, die mit frischen Ideen starten wollen, wird die Dokumentationswut zum Hemmschuh. Deshalb fordert Dittrich von der Politik nicht nur das Streichen alter Zöpfe, sondern eine echte Erneuerung der Bürokratie, damit wieder mehr Raum fürs Wesentliche bleibt: gute Arbeit.

Jörg Dittrich, Präsident des ZDH, verlangt konkrete Schritte zum Abbau bürokratischer Hürden in Handwerksbetrieben, insbesondere die sofortige Abschaffung unnötiger Nachweispflichten, wie etwa der Bonpflicht. Nach aktuellen Recherchen ist das Thema Bürokratieabbau weiterhin hochaktuell: So berichtete die Süddeutsche, dass viele Mittelständler durch komplexe Dokumentationspflichten ausgebremst werden, während sich die Modernisierungsagenda der Bundesregierung in langen Beratungen verliert. Mittlerweile ist klar, dass die Reduktion formaler Anforderungen laut Experten und Verbänden entscheidend ist, um junge Menschen für Selbstständigkeit im Handwerk zu gewinnen und die Wettbewerbsfähigkeit aufrechtzuerhalten. Viele Betriebe melden weiterhin, dass sie sich im Dickicht wechselnder und oft widersprüchlicher Vorgaben verlieren. Zusätzlich zu den Forderungen von Dittrich ist auch die Digitalisierung ein Schlüssel, allerdings bemängeln viele Betriebe, dass digitale Prozesse häufig von analoger Bürokratie überdeckt werden, statt diese zu ersetzen. Der Druck auf die Regierung wächst, hier endlich sichtbare Ergebnisse zu liefern.

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