Tricia Tuttle führt weiterhin die Berlinale

Tricia Tuttle bleibt an der Spitze des Berliner Filmfestivals und steuert die Berlinale in die kommende Ära.

heute 15:00 Uhr | 3 mal gelesen

Manchmal laufen solche Sitzungen nicht wie im Bilderbuch – aber dieses Mal lief es wohl wirklich rund. Wie aus Teilnehmerkreisen durchgesickert ist, hat Tricia Tuttle bei der Sitzung des KBB-Aufsichtsrats am Mittwoch im Kanzleramt Grünes Licht für eine Fortsetzung ihrer Intendanz bekommen. Ehrlich gesagt, zwischen all den Debatten über die Zukunft großer Filmfestivals ist das ja auch mal eine Nachricht, die ein bisschen Kontinuität verspricht. Nach Jahren, in denen immer wieder über eine Erneuerung und Anpassung der Berlinale gesprochen wurde, setzt man nun wohl auf einen Mix aus Bewährtem und neue Impulse. Kulturstaatsminister Wolfram Weimer, der wohl im Hintergrund ein paar entscheidende Strippen gezogen hat, überzeugte Tuttle, nicht das Ruder aus der Hand zu legen. Es geht darum, das Festival nicht nur stabil, sondern auch zukunftsfest aufzustellen – und zwar ohne das kreative Herzblut zu vernachlässigen. Angesichts der Herausforderungen durch Streamingdienste, neue Erzählformen und gesellschaftliche Erwartungen ist das ein ziemlicher Drahtseilakt. Aber Tuttle scheint’s zuzutrauen. Man kann wohl gespannt sein, was sie noch aus dem Hut zaubert.

Nach der Sitzung des KBB-Aufsichtsrates wurde offiziell bestätigt, dass Tricia Tuttle weiterhin die Berlinale leiten wird – eine Festlegung, die für Planungssicherheit und Stabilität sorgt. Die Entscheidung fiel laut Medienberichten in einer kooperativen Atmosphäre im Kanzleramt und wird als Signal gewertet, dass das Filmfestival auch in herausfordernden Zeiten handlungsfähig bleibt. Fakt ist: Die Berlinale steht zunehmend unter Modernisierungsdruck, etwa durch den Einfluss digitaler Streamingplattformen, politische Debatten um Diversität und einen laufenden Generationenwechsel im internationalen Festivalbetrieb. Zusätzlich zieht die Berlinale mit ihrer 74. Ausgabe laut aktuellen Presseberichten weiterhin internationales Interesse auf sich; die Bedeutung von Programmreformen und einer stärkeren Sichtbarkeit weiblicher Filmschaffender wurde in den vergangenen Tagen mehrfach hervorgehoben, unter anderem bei deutschen Kulturmedien. Experten diskutieren außerdem die Rolle der Berlinale im Vergleich zu anderen großen Festivals wie Cannes oder Venedig und sehen insbesondere in der Leitungskontinuität einen wichtigen Faktor für die Richtungsfindung.

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