Kühle und warme Luft getrennt halten: Damit's im Rechenzentrum nicht brenzlig wird, wird genau darauf geachtet, dass warme und kalte Luft nicht wild durchmischt werden. Übertragen aufs Büro bedeutet das: Kühlschrankkühle Räume nicht per offener Tür in den Sonnenraum ziehen lassen, Vorhänge und Rollos benutzen – und Ventilatoren so ausrichten, dass sie nicht die aufgeheizte Luft zurückblasen.
Lieber punktgenau statt flächendeckend runterkühlen: Server werden gezielt angestrahlt mit Kühle, nicht der ganze Saal. Im Büro kann ein Standventilator direkt am Schreibtisch Wunder wirken, während man sich das sinnlose Auskühlen großer Flächen spart.
Außenluft richtig einsetzen: Nachts und in den kühlen Morgenstunden lüften, tagsüber Hände weg vom Fenster – das klingt fast zu simpel. Doch die Erfahrung zeigt: Wer Hitze erst gar nicht reinlässt, muss weniger bekämpfen. Im Serverraum ist 'Freiluftkühlung' längst Standard.
Sonnenstrahlen draußen lassen: Statt auf Hightech zu setzen, bringen schon geschlossene Rollos oder Jalousien spürbare Erleichterung. Im Rechenzentrum genauso wie am Büroarbeitsplatz.
Elektrik aus – weniger Hitze: Jede kleine Leuchte, die nicht gebraucht wird, erzeugt Wärme. Vielleicht probiert man mal: Drucker und Monitore ausgeschaltet, LEDs statt alter Glühbirnen.
Klar Schiff machen, solange's noch geht: Prozesse, wie man mit Hitze umgeht, legt das Rechenzentrum fest, bevor der Ernstfall da ist. Was spricht also dagegen, im Team Regeln für Lüften, Geräte und Verschattung frühzeitig zu besprechen, damit man nicht bei 38 Grad hektisch nach dem Rollostab sucht?
Ein Rechenzentrum zu bauen ist vielleicht nicht nötig, aber die kluge Luftführung, das Vordenken und der sparsame Umgang mit Technik helfen auch normalsterblichen Bürohelden, nicht zu zerfließen.
IONOS betreibt derzeit insgesamt 13 Rechenzentren in Deutschland und elf zusätzliche in Europa, die rein mit Ökostrom laufen. Die Zertifizierungen reichen von C5-Prüfung über ISO-Standards bis zum BSI-Grundschutz – also alles offiziell abgesegnet.
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Thilo Haertel
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Ursprungsquelle: IONOS SE, via news aktuell
Wer angesichts von Tropentemperaturen ins Büro muss, kann sich Tricks bei Rechenzentren abschauen: Ähnlich wie Serverräume vor Überhitzung bewahrt werden, hilft es, im Büro Luftströme zu kontrollieren, gezielt zu kühlen, unnötige Geräte auszuschalten und die Sonne konsequent auszusperren. Die Erfahrung aus Rechenzentren zeigt, dass einfache Maßnahmen und früh abgestimmte Abläufe effektiver sind als hektisches Reagieren – und dass nicht jede Hitzewelle mit einer Klimaanlage pariert werden muss. Laut aktuellen Berichten bereiten sich in Deutschland immer mehr Unternehmen auf zunehmende Hitzewellen vor – es werden Maßnahmen wie flexiblere Arbeitszeiten, Investitionen in Sonnenschutzsysteme und Energiespar-Innovationen empfohlen und teilweise bereits umgesetzt. Ein Artikel bei der "Süddeutschen Zeitung" berichtet über neue Hitzeschutzpläne in Unternehmen sowie die Notwendigkeit, insbesondere in dicht bebauten Städten präventiv vorzugehen. Die FAZ thematisiert die steigenden Belastungen durch Hitzewellen für die Infrastruktur und Arbeitgeber – das reicht von Homeoffice-Regelungen bis hin zu hitzeresistenten Baumaterialien. Laut "Der Spiegel" gewinnt das Bewusstsein für nachhaltige und innovative, möglichst energiearme Kühlung an Fahrt, besonders im Kontext der fortschreitenden Klimakrise.