Der Plan, bestimmte gefährliche Inhaltsstoffe in E-Zigaretten zu verbieten, stößt auf Zustimmung des Drogenbeauftragten Hendrik Streeck und Kritik durch die Deutsche Krebshilfe, die noch schärfere Regelungen wünscht. Laut Bundesinstitut sind 13 Substanzen identifiziert worden, denen erhebliche Gesundheitsrisiken zugeschrieben werden; das betrifft sowohl spezielle Kühlstoffe als auch das Süßungsmittel Sucralose. Die Diskussion fügt sich in einen europaweit wachsenden Trend zu strengeren Regeln für E-Produkte ein, wobei Länder wie Finnland und die Niederlande mit weiter gehenden Aroma-Verboten vorangehen. Neuen Berichten zufolge sehen Fachleute in Deutschland und der EU das wachsende E-Zigaretten-Angebot mit Sorge, weil gerade Jugendliche und junge Erwachsene sich verstärkt für solche Produkte interessieren. Manche Studien deuten an, dass die gesundheitlichen Langzeitfolgen des Dampfens nach wie vor nicht ausreichend erforscht sind – und die Industrie mischt, solange keine Verbote greifen, immer neue Geschmacksrichtungen und Zusatzstoffe ins Angebot. Verschiedene Organisationen mahnen deshalb auch eine bessere Aufklärung und stärkere Kontrolle des Online-Handels an, damit sich das Problem nicht ins Internet verlagert.