Sicherheitsbehörden in Deutschland reagieren auf iranische Drohungen

Angesichts neuer Warnungen des Iran vor Anschlägen auf Tourist:innen weltweit schärfen die deutschen Sicherheitsbehörden ihre Schutzmaßnahmen – der Fokus liegt auch auf beliebten Reisezielen innerhalb Deutschlands.

heute 00:44 Uhr | 2 mal gelesen

Die Sicherheitslage ist angespannt – das ließe sich angesichts der aktuellen Nachrichten nicht beschönigen. Jede Behörde, die in Deutschland den Schutz der Menschen verantwortet, wirkt momentan ein bisschen wie ein schlafloser Nachtwächter: stets auf der Hut, immer bereit, auf alles zu reagieren, was da kommen könnte. Christoph Ploß, CDU-Politiker und Tourismusbeauftragter der Bundesregierung, hat das in einem Interview mit der "Bild" ziemlich klar angesprochen – und dieser Tonfall ist vielleicht eine ganz erfrischende Abwechslung zu den üblichen offiziellen Stellungnahmen, die meistens wie eine abgenutzte Platte klingen. Die Mullahs im Iran, so Ploß, riskieren nicht nur Ärger, sondern sie gefährden im Grunde das ganze Fundament der offenen Gesellschaft. Trotzdem, und das ist irgendwie beruhigend, gibt’s keinen Aktionismus: Es wird überprüft, angepasst, die Polizei schaut genauer hin – insbesondere an Orten, wo sich gerne mal Touristengruppen sammeln und Menschen zusammenkommen, weil sie gerade einmal Abstand von den Sorgen des Alltags suchen. Zu glauben, Angstmache könne die Lebensfreude bremsen oder unsere Art zu leben verändern, kommt für Ploß und viele Menschen hierzulande nicht in Frage. Das ist wohl mehr als nur eine Durchhalteparole – das klingt nach Trotz und einem Funken Sturheit, die an manchen Tagen einfach notwendig sind.

Unmittelbar nach den jüngsten Drohungen aus dem Iran, Angriffe auf westliche Touristengruppen weltweit zu verüben, haben deutsche Sicherheitsbehörden ihre Schutzmaßnahmen verschärft. Insbesondere prominente Reise- und Ausflugsziele bleiben unter verstärkter Beobachtung – verdeckte und sichtbare Polizeipräsenz inklusive. Auch der Austausch mit internationalen Partnern und Geheimdiensten soll intensiviert worden sein. Neue Recherchen zeigen, dass die ohnehin bereits verstärkte Überwachung im Zuge anderer Großereignisse (wie EM oder internationale Gipfel) nochmals ausgeweitet wurde und Innenministerin Nancy Faeser die Bedeutung internationaler Kooperation hervorhebt. Experten äußern allerdings auch, dass ein Restrisiko nie ganz ausgeschlossen werden kann, zugleich aber mehr Gelassenheit und Information gefordert seien, damit die offene Gesellschaft nicht aus Angst vor Anschlägen in eine Spirale von Misstrauen gerät.

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