Henkel stellt höhere Preise in Aussicht: Kriegsfolgen machen Produkte teurer

Henkel-Chef Carsten Knobel rechnet durch den Iran-Konflikt mit Preissteigerungen – auch für Kunden von Marken wie Persil oder Pril könnte es teurer werden.

heute 07:21 Uhr | 5 mal gelesen

„Steigen unsere Produktionskosten deutlich, bleibt uns keine andere Wahl, als das an unsere Kunden weiterzugeben“, sagte Carsten Knobel gegenüber dem 'Handelsblatt'. Nach seinen Worten ist langes Zögern bei Preissteigerungen keine Lösung: „Wer zu spät reagiert, spürt den Druck nur umso heftiger.“ Obwohl Henkel selbst gar nicht zu den extrem energiehungrigen Konzernen zählt, wirken sich die gestiegenen Ölpreise doch mittelbar aus: „Es sind vor allem unsere Zulieferer und die Logistik, die durch teureren Sprit oder Material stark getroffen werden“, so Knobel. Das betrifft z. B. BASF, von denen Henkel Chemikalien bezieht – und die haben ihre Preise für gewisse Rohstoffe bereits kräftig angezogen, etwa um satte 30 Prozent für Waschmittelgrundstoffe. Im Ergebnis schlägt sich das irgendwann auch im Supermarktregal nieder – ob beim Shampoo oder Spülmittel. Übrigens: Der Umsatz von Henkel teilt sich mehr oder weniger gleich auf zwischen bekannten Konsumartikeln wie Persil, Pril oder Schwarzkopf und dem Geschäft mit Klebstoffen für Industriepartner.

Henkel rechnet wegen geopolitischer Spannungen und gestiegener Herstellungskosten, die vor allem durch teurere Rohstoffe und Logistik ausgelöst werden, mit bald anziehenden Preisen im Einzelhandel. Zulieferer wie der Chemieriese BASF erhöhen inzwischen massiv ihre Preise – ein Trend, der sich bis zu den Endkunden durchschlagen dürfte. Auch andere große Konsumgüterkonzerne mussten in letzter Zeit Preiserhöhungen verkünden. Im internationalen vergleich stehen deutsche Verbraucher vor weiteren Preissteigerungen, nicht nur im Bereich Lebensmittel oder Reinigungsmittel, sondern auch bei Alltagsdienstleistungen und Non-Food-Artikeln.

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