Henning Höne setzt auf Alena Trauschel für FDP-Generalsekretariat

Mit einer überraschend jungen Kandidatin will NRW-FDP-Chef Höne einen frischen Impuls in die Bundes-FDP bringen.

heute 12:50 Uhr | 3 mal gelesen

Henning Höne, Vorsitzender der nordrhein-westfälischen FDP, plant, im Fall seiner Wahl zum Bundesvorsitzenden die relativ neue, aber bereits aktive Landtagsabgeordnete Alena Trauschel aus Baden-Württemberg zur Generalsekretärin vorzuschlagen. "Mich freut es besonders, dass mit Alena eine junge Frau mit Erfahrung im Parlament Lust hat, in dieser schwierigen Phase Verantwortung bei den Liberalen zu übernehmen", verriet Höne gegenüber dem Magazin "Spiegel". Er sieht in Trauschel eine Symbolfigur für einen echten Neuanfang der Partei, weshalb er auf sie setzt. Die 27-Jährige, die mit gerade mal 24 Jahren ins Landesparlament Baden-Württemberg eingezogen war, könnte für die zurzeit nicht gerade verwöhnte FDP frischen Wind bringen. Höne tritt beim Bundesparteitag gegen Wolfgang Kubicki an, der seinerseits Martin Hagen als Generalsekretär einsetzen möchte, falls er gewinnt. Trauschel sieht die FDP als notwendiges Gegengewicht in einer Zeit, die von polarisierenden Stimmen geprägt ist. Ihrer Meinung nach müsse die Partei für das gesamte Land Perspektiven bieten, nicht für Einzelgruppen. Außerdem plant Höne, noch weitere Persönlichkeiten aus verschiedenen Regionen – darunter Susanne Seehofer aus Bayern und Svenja Hahn aus Hamburg – fürs Präsidium vorzuschlagen. Wer letztlich das Rennen macht, bleibt abzuwarten. Fest steht: Im Machtspiel der FDP ist gerade einiges an Bewegung drin.

Die FDP steht an einem Scheideweg: Der aktuelle Kampf um den Bundesvorsitz verspricht mehr zu werden als ein bloßes Personalkarussell. Henning Höne setzt bei einem etwaigen Sieg auf Alena Trauschel, die sich mit klaren Worten für eine sachorientierte, reformwillige FDP ausspricht – eine, die Differenzierung und politische Vernunft gegen den Trend zu lauten, polarisierenden Debatten stellt. Höne bringt mit weiteren Präsidiums-Vorschlägen auch junge und regional unterschiedliche Stimmen zusammen. Seit Veröffentlichung des Artikels ist nachzulesen, dass die Kandidatenfrage bundesweit Aufmerksamkeit auf das Thema Erneuerung und Nachwuchsförderung in der Partei gelenkt hat. Online-Ressourcen ordnen die Personalien als Signal für einen Generationswechsel ein, wobei die FDP stets kritisch auf ihre Zukunftsfähigkeit geprüft wird. Interessant ist zudem, dass parallele Kommentatoren sowohl die Chancen als auch die Risiken der personellen Neuausrichtung diskutieren – die Partei steht vor der Herausforderung, sich glaubhaft zu erneuern, ohne ihre Stammwähler vor den Kopf zu stoßen.

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