Die Diskussion um das Sexualstrafrecht dreht sich seit Jahren um die Frage, wie Opfern besser geholfen werden kann: Das 'Nein heißt nein'-Prinzip reicht laut Kritikern nicht aus, weil es in vielen Fällen Unklarheiten lässt. Eine 'Ja heißt ja'-Regelung würde bedeuten, dass wirklich jede sexuelle Handlung explizit von allen Beteiligten gewollt sein muss; fehlende Zustimmung gälte dann nicht länger als Graubereich, sondern als strafbar. International betrachtet haben Länder wie Spanien und Schweden derartige Gesetze bereits verabschiedet – nach schweren Gewaltverbrechen und gesellschaftlichem Druck. Auch die EU hat sich unlängst mit einer Richtlinie dem Thema angenommen, doch in Deutschland existiert bislang nur eine Debatte; die Entscheidung des Justizministergipfels könnte Druck auf die Bundesregierung erhöhen, das Thema nun rasch gesetzlich zu regeln. Auch Initiativen wie #MeToo oder aktuelle Fälle in der Öffentlichkeit zeigen: Es besteht Handlungsbedarf, die gesellschaftliche Sensibilisierung ist gewachsen – und der Ruf nach einer Verschärfung wird lauter.
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