Familienstreit bedeutet nicht immer den großen Knall. Manchmal gärt es leise, stößt auf altbekannte Wunden, bleibt aber trotzdem ungelöst – wie das eben so ist in mancher Familie. Die erste Staffel zeigte, dass auch scheinbar harmlose Querelen in die Tiefe gehen können; die Episoden gibt’s weiterhin in der ARD Mediathek. Ob es nun um das Streitthema 'Pflege der Eltern', das gemeinsam geerbte Haus oder die Einmischung der Eltern in Lebenswege der erwachsenen Kinder geht – beinahe jede Konstellation kommt infrage. Nur Paarkonflikte müssen draußen bleiben, dafür existiert bereits 'Die Paartherapie'.
Für die neue Staffel arbeiten hr und SWR wieder gemeinsam. Ziel: 2027 in die Mediathek und ins Fernsehprogramm. Wer teilnehmen möchte – etwa aus Frankfurt, Kassel, Mainz, Marburg, Fulda oder Stuttgart (oder auch von weiter weg) – kann sich melden. Das einzige Kriterium, außer dem Wunsch, endlich Klarheit und Frieden zu bekommen: Beide Seiten müssen sich wirklich auf dieses Experiment einlassen, für einen Tag, gefilmt im September in Brandenburg. Die Begleiterin: Psychologin Franca Cerutti. Wer Interesse hat: Mail schreiben – und vielleicht bald vor der Kamera der eigenen Familie begegnen. (Weitere Infos über die Pressestelle des hr.)
Der Hessische Rundfunk (hr) und der Südwestrundfunk (SWR) suchen für die zweite Staffel der Serie 'Familientherapie mit Franca Cerutti' wieder Familien, die ihre innere Dynamik vor laufender Kamera offenlegen möchten. Bewerben können sich nicht nur Menschen aus Hessen, sondern auch aus den Nachbarbundesländern. Besonders betont wird, dass es nicht auf die Schwere des Konflikts ankommt – auch alltägliche oder länger verdrängte Themen sind willkommen, sofern beide Parteien ehrlich den Wunsch nach einer Lösung mitbringen. Nach Recherche zeigt sich, dass die erste Staffel viel Zuspruch bekam und für Gesprächsstoff sorgte; sie diente vielen Zuschauer*innen als Spiegel für eigene Themen. Spannend daran: Die Serie versucht, echte, manchmal auch unangenehme Konflikte sichtbar zu machen, ohne sie zum bloßen Drama zu stilisieren. Während die Dreharbeiten dezent bleiben sollen, ist das Ziel, Familien zu inspirieren, sich ihren Mustern ehrlich zu stellen. Die Auswahl der Familien wird sorgfältig geprüft, damit niemand 'zu seinem Glück' gedrängt wird. Mehrere Medien, darunter die Süddeutsche, haben betont, wie sehr solche Formate das Tabuthema Familientherapie entstigmatisieren.