Clemens Fuest schlägt vor, die deutsche Staatsquote (der Anteil staatlicher Ausgaben am Bruttoinlandsprodukt) klar auf maximal 49 Prozent zu begrenzen. Er argumentiert, dass eine zu hohe Quote das Wachstum behindert, Investitionen bremst und am Ende mehr Steuern und Abgaben nötig macht – begleitet von schleichenden Ausweichreaktionen in Wirtschaft und Gesellschaft. Besonders die steigenden Verteidigungsaufwendungen verschärfen die Situation und verlangen nach einer ehrlichen Prioritätendebatte: Müssen manche Sozialleistungen zurückgefahren werden? Aktuell gibt es kontroverse Diskussionen zur finanziellen Nachhaltigkeit: Einerseits fordert auch der Bundesrechnungshof mehr Disziplin bei Haushaltsführung und Verschuldung (z.B. https://www.faz.net) – andererseits bemängeln viele Experten, dass zu starke Kürzungen wichtige Investitionen wie klimafreundliche Infrastruktur oder Bildungsinitiativen gefährden könnten; die Auseinandersetzung bleibt damit hochaktuell. Daneben wird in Medien und Wirtschaftskreisen aufgegriffen, dass die Schuldenbremse, deutlich verschärft durch jüngste Urteile und politischen Druck, Handlungsmöglichkeiten einschränkt. Ganz neue Impulse setzt das Thema aber vor allem bei der Frage, wie Staat und Privatwirtschaft besser verzahnt können, um Impulse für Innovation und Wachstum zu geben – ein Diskussionspunkt, der etwa auch auf aktuellen Polit- und Wirtschaftsgipfeln breit debattiert wird.